Panzerzug Ochotnik
Panzerzug Ochotnik
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Basisinformation | |
Modell | Panzerzug: P.P. 27 Ochotnik |
Technische Daten | |
Eigengewicht | 47,5 t (Lokomotive) |
Gesamtgewicht | 55,1 t (Lokomotive) |
Länge | 16,47 m (Lokomotive) |
Höhe | 4,55 m (Lokomotive) |
Spurweite | 1435 mm |
Geschwindigkeit | 35 km/h |
Antriebsformel | D n2 |
Der Panzerzug Ochotnik (deutsch: Freiwilliger) war ein improvisierter polnischer Panzerzug aus der Zeit des Polnisch-Sowjetischen Krieges von 1919.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]In Lwiw wurde ein neuer Panzerzug aus verbesserten und gewarteten Kampfwagen zusammengestellt. Dieser erhielt die Nummer 27 und später den Beinamen Ochotnik.[1] [2]
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Lokomotive
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Die Dampflokomotive des Panzerzug Ochotnik war eine Güterzug-Schlepptenderlokomotive vom Typ kkStB 73. Diese wurde 1919, während der Erstellung des Panzerzuges, in Nowy Sącz komplett gepanzert. Die Dampflokomotive wurde 1896 in der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik mit der Werksnummer WrN 3942/1896 gebaut und als 73.235 von den k.k. österreichischen Staatsbahnen übernommen. Als die Dampflokomotive nach dem Ende des Ersten Weltkrieges an Polen übergeben wurde, erhielt sie die Bezeichnung Tp15-113.[1] [2]
Artilleriewagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Der Panzerzug Panzerzug Ochotnik verfügte im Oktober 1920 über zwei Artilleriewagen. Jeder dieser Wagen war mit einer österreichischen 8-cm-Kanone ausgerüstet. Einer dieser Artilleriewagen stammte vom ehemaligen Panzerzug Pionier . Dies war ein zweiachsiger Kohlewagen vom Typ A6 Omk. Im hinteren Teil hatte der Wagen einen gepanzerten Aufbau mit Dach und mehreren Schießscharten. Im vorderen Teil des Wagens war die Kanone in einem gepanzerten Turm untergebracht. Damit die Kanone einen besseren Schwenkbereich nach unten hatte, wurde ein Teil der ehemaligen Wand des Güterwagen zerschnitten und verkürzt.[1] [2]
Maschinengewehrwagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Der Panzerzug Panzerzug Ochotnik verfügte über mehrere Maschinengewehrwagen. Insgesamt waren im Panzerzug elf russische, sechs deutsche und ein österreichisches Maschinengewehr untergebracht. Diese Wagen waren alte Güterwagen, welche erneuert und mit einem gepanzerten Dach ausgerüstet wurden.[1] [2]
Auf dem Dach eines dieser Wagen wurde ein drehbarer Geschützturm mit einem Maschinengewehr eingebaut. Dieser hatte die Seriennummer Grf 112 288 und stammte vom Panzerzug Odsiecz II . Es war ein ehemaliger gedeckter Güterwagen, dessen Wände mit Sandsäcken und Holz im Inneren gepanzert wurden.[1] [2]
Einsatz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Über einen Einsatz des Panzerzuges sind keine Informationen bekannt.
Zugpersonal
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- Zugkommandant Leutnant Władysław Kozak[1] [2]
- Maschinengewehrkommandant Oberleutnant Józef Hrycykiewicz
- Personaloffizier Oberleutnant Wojciech Pawłowicz
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- Janusz Odziemkowski: Polnische Militäreisenbahnen an der Ostfront 1918–1920. Drukarnia Pijarów, Krakau 2011, ISBN 978-83-7269-327-3 (polnisch: Polskie kolejnictwo wojskowe na froncie wschodnim 1918–1920.).
- Arkadiusz Tuliński: 6. Polnische Armee im Polnisch-Bolschewistischen Krieg 1920. Instytut Pamięci Narodowej, Warschau 2020, ISBN 978-83-8229-062-2 (polnisch: 6 Armia Wojska Polskiego w wojnie polsko-bolszewickiej w 1920 r.).