Bromfenoxim
Strukturformel | |
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Strukturformel Bromfenoxim | |
Allgemeines | |
Name | Bromfenoxim |
Andere Namen |
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Summenformel | C13H7Br2N3O6 |
Kurzbeschreibung |
kristallin, weiß[1] |
Externe Identifikatoren/Datenbanken | |
EG-Nummer
236-129-6
ECHA-InfoCard
100.032.830
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Eigenschaften | |
Molare Masse | 461,02 g·mol −1 |
Aggregatzustand |
fest[1] |
Schmelzpunkt |
196–197 °C[2] |
Dampfdruck | |
Löslichkeit |
nahezu unlöslich in Wasser (9 mg·l−1 bei 25 °C)[3] |
Sicherheitshinweise | |
H- und P-Sätze | H: 302‐410 |
P: 270‐273‐301+312‐391‐501 [1] |
Bromfenoxim ist ein Pflanzenschutzwirkstoff aus der Gruppe der Herbizide, der zur Bekämpfung von Unkräutern eingesetzt wird.[5]
Darstellung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]4-Hydroxybenzaldehyd wird mit Brom bromiert und mit Hydroxylamin und mit 2,4-Dinitrochlorbenzol zu Bromfenoxim umgesetzt.[6]
Anwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Bromfenoxim wird zur Bekämpfung von Unkräutern nach Pflanzenaufgang u. a. in Getreide, Mais, Grünland und frisch gesäten Rasenflächen eingesetzt.[7]
Wirkung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Bromofenoxim wird von den Blättern und Stängeln absorbiert. Außerdem wird es in der Pflanze zu Bromoxynil abgebaut, das die herbizide Wirkung ausübt.[7] Der Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung der Photosynthese im Photosystem II.[8]
Zulassung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]In der Europäischen Union und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen, die Bromefenoxim enthalten.[2] [9]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- ↑ a b c d Eintrag zu Bromfenoxim in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2025. (JavaScript erforderlich)
- ↑ a b c Eintrag zu Bromfenoxim. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 15. Juni 2022.
- ↑ a b Eintrag zu Bromofenoxim in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of Hertfordshire, abgerufen am 18. Juli 2022.
- ↑ Eintrag zu Bromofenoxim im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 19. Juli 2022. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
- ↑ M. Schulte: Transgene herbizidresistente Kulturen: Rückblicke und Ausblicke nach 8 Jahren internationaler Anbaupraxis. In: Gesunde Pflanzen. Band 57, Nr. 2-3, April 2005, S. 37–46, doi:10.1007/s10343-005-0066-y .
- ↑ Thomas A. Unger: Pesticide Synthesis Handbook. William Andrew, 1996, ISBN 0-8155-1853-6, S. 79 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ a b T. Roberts, D. Hutson, P. Lee, P. Nicholls, J. Plimmer, M. Roberts, L. Croucher: Metabolic Pathways of Agrochemicals: Part 1, Herbicides and Plant Growth Regulators. 1998, S. 335–336, doi:10.1039/9781847551382 .
- ↑ Kalyani Paranjape, u. a.: The pesticide encyclopedia. CABI, Wallingford, Oxfordshire UK 2014, ISBN 978-1-78064-014-3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Bromofenoxim in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands, abgerufen am 18. Juli 2022.