Austro-Daimler ADR
Der Austro-Daimler ADR war ein PKW der Oberklasse der österreichischen Automobilfirma Austro-Daimler aus Wiener Neustadt.
Austro-Daimler | |
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Austro-Daimler ADR Limousine (1928)
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ADR | |
Verkaufsbezeichnung: | ADR, ADR Sport, ADR 8, Bergmeister |
Produktionszeitraum: | 1927–1934 |
Klasse: | Oberklasse |
Karosserieversionen: | Tourenwagen, Roadster, Limousine, Pullman-Limousine |
Motoren: | Ottomotoren: 3,0–4,6 Liter (51–88 kW) |
Länge: | 5000–5510 mm |
Breite: | 1800–1810 mm |
Höhe: | 1700–1750 mm |
Radstand: | 3200–3725 mm |
Leergewicht: | 1300–2100 kg |
Vorgängermodell | Austro-Daimler ADM |
Geschichte und Technik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Der vom ehemaligen Porsche-Mitarbeiter Karl Rabe entworfene ADR kam 1927 als Nachfolger des Modells ADM heraus. Das „R" in der Typenbezeichnung weist auf den neuartigen Rohrrahmen hin, der den Plattformrahmen des Vorgängers ersetzte. Wie beim Vorgängermodell war der Motor aus Leichtmetall gefertigt mit einer durch Königswelle angetriebenen Nockenwelle.
Der Wagen hatte den leistungsreduzierten 6-Zylinder-Reihenmotor des Sportwagens ADM 3 Liter vorne eingebaut, der über ein 4-Gang-Getriebe die Hinterräder antrieb. Vorderräder waren an einer Starrachse befestigt und hatten Längsblattfedern. Die Hinterräder hingen an einer Pendelachse, die sich an einer untenliegenden Querblattfeder am Chassis abstützte. Vom ADR wurden ca. 2600 Wagen gefertigt.
Ab 1929 wurde zusätzlich der Austro-Daimler ADR Sport angeboten, der das Modell ADM 3 Liter ersetzte und auch dessen ungedrosselten Motor mit 100 PS Leistung besaß. Bis 1931 stellte man ca. 50 Fahrzeuge her.
1930 wurde als Spitzenmodell der Austro-Daimler ADR 8 angeboten. Die riesige Limousine von über 5,5 Metern Länge hatte einen 8-Zylinder-Reihenmotor mit 4,6 Litern Hubraum. Auch von diesem Modell entstanden bis 1934 nur etwa 50 Wagen. Im Ausland wurde der Wagen als „Alpine" bezeichnet.
1931 beerbte der Austro-Daimler Bergmeister das Modell ADR Sport. Sein vergrößerter 6-Zylinder-Reihenmotor mit 3,6 Litern Hubraum entwickelte 120 PS. Wie von ADR 8 wurden bis 1934 nur 50 Fahrzeuge gebaut und zumeist mit Sonderkarosserien des österreichischen Stellmacherbetriebes Oeffag versehen.
Austro Daimler Automobile wurden nach der Fusion 1934 in den Steyrwerken keine mehr gefertigt, ausgenommen Schienen- und Militärfahrzeuge.
Berühmte Besitzer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Die spätere Königin Juliane der Niederlande fuhr in den frühen 1930er Jahren einen ADR, ebenso der Salzburger Landeshauptmann Josef Rehrl.[1]
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ](70 PS) ADR Sport
(100 PS) ADR 8 „Alpine"
(100 PS) ADR 6 „Bergmeister"
(120 PS)
Königswelle
- T4 = 4-türiger Tourenwagen
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. Alle deutschen Personenwagen der damaligen Zeit. 10. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-87943-519-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- ↑ Christian Zach: Austro Daimler. Band II 1920-1935. Kral-Verlag, Berndorf 2019, S. 340 u. 351.