1525

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Kalenderübersicht 1525
Januar
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Februar
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März
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April
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Mai
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Juni
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Juli
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August
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September
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Oktober
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November
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Dezember
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Aufstände und Schlachten
während des Bauernkrieges
1525
Hernán Cortés, Zeichnung von Christoph Weiditz (1529)
Hernán Cortés, Zeichnung von Christoph Weiditz (1529)
Hernán Cortés lässt den letzten Aztekenherrscher Cuauhtémoc hinrichten.
Franz I.
Franz I.
Franz I. von Frankreich
gerät in habsburgische Gefangenschaft.
Bernard van Orley: Schlacht bei Pavia
Bernard van Orley: Schlacht bei Pavia
Habsburgische Truppen besiegen die Franzosen im Kampf um die Vorherrschaft in Italien in der Schlacht bei Pavia.
1525 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 973/974 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1517/18
Aztekischer Kalender 6. Feuerstein – Chicuace Tecpatl (bis Ende Januar/Anfang Februar: 5. Rohre – Macuilli Acatl)
Buddhistische Zeitrechnung 2068/69 (südlicher Buddhismus); 2067/68 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 70. (71.) Zyklus

Jahr des Holz-Hahnes 乙酉 (am Beginn des Jahres Holz-Affe 甲申)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 887/888 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 3858/59 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 903/904
Islamischer Kalender 931/932 (Jahreswechsel 17./18. Oktober)
Jüdischer Kalender 5285/86 (17./18. September)
Koptischer Kalender 1241/42
Malayalam-Kalender 700/701
Seleukidische Ära Babylon: 1835/36 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1836/37 (Jahreswechsel Oktober)

Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1581/82 (Jahreswechsel April)

1525 ist das zentrale Jahr des Deutschen Bauernkrieges. Nachdem es bereits 1524 erste Aufstände gegeben hat, kommt es unter Anführern wie Matern Feuerbacher, Wendel Hippler und Florian Geyer zu organisierten Massenerhebungen. Anfänglich ist auch Martin Luther der Sache der Bauern gegenüber wohlwollend gestimmt, erst als es unter Jäcklein Rohrbach und seinem Haufen zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt, wendet er sich mit der Schrift Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern von den Bauernaufständen ab.

Auf Grund ihrer schlechteren Bewaffnung und militärischen Organisation bricht der Aufstand jedoch bald zusammen und wird vor allem durch Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, genannt Bauernjörg, grausam niedergeschlagen. Nur der straff organisierte Schwarze Haufen Florian Geyers kann sich der völligen Vernichtung entziehen.

In der Schlacht bei Pavia während der Italienischen Kriege um die Vorherrschaft auf der Italienischen Halbinsel erleidet der französische König Franz I. eine vernichtende Niederlage gegen ein habsburgisches Heer und gerät in die Gefangenschaft Kaiser Karls V. Seine Mutter Luise von Savoyen übernimmt daraufhin die Regentschaft in Frankreich.

Politik und Weltgeschehen

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Italienische Kriege/Frankreich

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  • Dem französischen König Franz I. gelingt es während der Italienischen Kriege um die Vorherrschaft auf der Italienischen Halbinsel, ein Bündnis mit dem Kirchenstaat zustande zu bringen, der sich – ebenso wie Frankreich – durch die Perspektive, im Norden und Süden von Habsburg umklammert zu werden, bedroht fühlt. Um Papst Clemens VII. zu unterstützen, kommt er mit einer Armee von 26.000 Söldnern – unter ihnen Franzosen, Italiener und Schweizer – über die Alpen und zieht in Mailand ein. Wenig später legt Franz einen Belagerungsring um die strategisch bedeutende alte Lombardenresidenz Pavia, die von einer 6.000 Mann starken Besatzung gehalten wird. Um diese zu entsetzen, entsendet der deutsche Kaiser Karl V. ein 23.000 Mann starkes Heer unter dem Befehl von Fernando Francesco d’Avalos di Pescara, der bereits in der Nacht des 23. Februar den Angriff beginnt. Gleichzeitig kommt auch ein Heer unter Vizekönig Charles de Lannoy aus Neapel.
Schlacht bei Pavia
Die Regentin übernimmt das Staatsruder; anonymer Maler des 16. Jahrhunderts
  • Franz’ Mutter Luise von Savoyen übernimmt während der Gefangenschaft ihres Sohnes die Regentschaft in Frankreich.
  • 19. Juni: Franz I. wird von Fernando Francesco d’Avalos nach Barcelona gebracht, ab dem 20. Juli hält er sich in Madrid auf. Dort ist er bereit, auf Italien und die Lehenshoheit in Flandern und im Artois zu verzichten. Der Forderung Karls V., auch Burgund zurückzugeben, verweigert sich der König von Frankreich jedoch.
  • 11. August: Im Waffenstillstand von Toledo stimmt Franz I. dem Großteil der habsburgischen Forderungen zu.
  • 30. August: Im Frieden von Moore zwischen dem englischen König Heinrich VIII. und der französischen Regentin Luise von Savoyen erklärt sich Heinrich bereit, auf einige territoriale Ansprüche gegenüber Frankreich zu verzichten und erhält im Gegenzug von den Franzosen eine jährliche Rente von 20 000 Pfund. Frankreich begleicht seine Schulden gegenüber Königinwitwe Mary Tudors, und England setzt sich für die Freilassung von König Franz I. von Frankreich ein.

Deutscher Bauernkrieg

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Hauptartikel: Deutscher Bauernkrieg
Der Deutsche Bauernkrieg
Die 12 Artikel
Die 12 Artikel
Der Oberschwäbische Haufen verfasst
die 12 Artikel .
Georg Truchsess von Waldburg-Zeil
Georg Truchsess von Waldburg-Zeil
Georg Truchsess von Waldburg-Zeil
schlägt den
Bauernaufstand nieder.
Weinsberger Bluttat
Weinsberger Bluttat
Die Weinsberger Bluttat: Die Gräfin von Helfenstein bittet Jäcklein Rohrbach um Gnade für ihren Mann.
Wider die Mordischen vnd Räubischen Rotten der Bawren, Titelblatt von 1525
Hinrichtung Jäcklein Rohrbachs

Weitere Ereignisse in Europa

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Katharina von Kastilien
Krakauer Vertrag
  • 8. April: Der Vertrag von Krakau beendet die jahrhundertelange Auseinandersetzung zwischen dem Königreich Polen und dem Deutschordensstaat. Unter Albrecht von Brandenburg-Ansbach wird das Gebiet des Deutschen Ordens säkularisiert, das Herzogtum Preußen entsteht als polnisches Lehen, Albrecht wird erster Herzog und legt vor seinem Onkel König Sigismund I. den Huldigungseid ab. Die während des Reiterkrieges eroberten Gebiete wurden gegenseitig zurückerstattet. Kaiser und Papst erkennen den Vertrag jedoch nicht an, der Kaiser verhängt gegen den „ungehorsamen" Albrecht die Reichsacht. Für den verbleibenden Deutschen Orden in Livland und im Heiligen Römischen Reich gilt Albrecht als Verräter, der dem Orden in einem Staatsstreich Preußen gestohlen hat.
  • 3. Mai: Adolf von Anhalt-Zerbst, katholischer Bischof von Merseburg, muss wegen protestantischer Unruhen nach Leipzig fliehen. Am 8. Mai versuchen Aufständische, die Domfreiheit zu stürmen. Am 10. Juni werden darauf folgend vier Bürger und vier Bauern auf dem Merseburger Markt geköpft.
  • 19. Juli: Katholische Landesherren in Norddeutschland, deren Gastgeberin die streng katholische Fürstinwitwe und Regentin Margarethe von Münsterberg ist, bilden den Dessauer Bund. Sie wollen entschlossen Aufständen und der Weiterverbreitung der Lehre Martin Luthers entgegentreten. Der Bund beschränkt sich innerhalb Anhalts lediglich auf das Fürstentum Anhalt-Dessau, wohingegen die benachbarten Fürstentümer Anhalt-Köthen und Anhalt-Bernburg bereits die Reformation eingeführt haben. Es gelingt auch nicht, die katholischen Fürsten im Süden des Heiligen Römischen Reiches zum Beitritt zu motivieren.

Europäische Entdeckungsreisen

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  • 24. Juli: Vom spanischen Hafen A Coruña aus läuft eine aus sieben Schiffen unterschiedlicher Bauart bestehende Flotte unter dem Befehl von García Jofre de Loaísa aus. Sie hat den Auftrag, im Gefolge der Magellan-Expedition einen Seeweg zu den Gewürzinseln über den Atlantik und Pazifik durch Umrundung der Südspitze Südamerikas zu finden. Als Chefnavigator fungiert Juan Sebastián Elcano, der nach Magellans Tod dessen Weltumsegelung vollendet hat. Nach einer Zwischenstation auf La Gomera wendet sich die Expedition Richtung Südwesten nach Patagonien.

Zentralamerika

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  • Um den Schmuggel nach Japan zu unterbinden, lässt der Ming-Kaiser Jiajing alle hochseetüchtigen Schiffe in China zerstören.
  • Sodoma beginnt mit den Fresken aus dem Leben der Heiligen Katharina in der Kapelle der Heiligen in der Kirche San Domenico in Siena, einem seiner Hauptwerke.

Reformation und theologische Streitgespräche

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De servo arbitrio (Luther)
Porträt Ulrich Zwinglis von Hans Asper

Täuferbewegung

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Felix Mantz: Protestation und Schutzschrift an den Rat von Zürich (1524/25)
  • Radikale Reformation: Felix Manz verfasst Ende 1524/Anfang 1525 die Protestation und Schutzschrift , ein Verteidigungsschreiben an den Stadtrat von Zürich im Konflikt mit Huldrych Zwingli über die Säuglingstaufe.
  • 17. Januar: Der Zürcher Rat lädt Vertreter beider Seiten zu einer öffentlichen Disputation ins Rathaus von Zürich, damit beide Gruppen ihre Tauflehre anhand der Schrift begründen können. Der Ausgang zu Gunsten Zwinglis ist allerdings schon von vornherein festgelegt. Am 18. Januar erlässt der Rat ein vernichtendes Mandat gegen die Täufer. Alle Kindertaufverweigerer werden aufgefordert, ihre neugeborenen Kinder unverzüglich taufen zu lassen. Wer dieser Aufforderung nicht innerhalb von acht Tage nachkäme, werde des Landes verwiesen. Der in Zollikon aus der Kirche entfernte Taufstein solle unmittelbar wieder aufgestellt werden. In einem zweiten Mandat vom 21. Januar wird das Verdikt noch verschärft. Konrad Grebel und Manz wird jede weitere Agitation gegen die Kindertaufe untersagt und das Unterrichten in ihren Bibelschulen wird verboten, was einem faktischen Versammlungsverbot der Kindertaufgegner gleichkommt. Grebel und Manz ignorieren das Verbot.
Erinnerungstafel an eine der ersten Täuferversammlungen (25. Januar 1525) in Zollikon
Ausbreitung der Täuferbewegung 1525–1550
  • Am 30. Januar entsendet der Zürcher Rat Stadtknechte nach Zollikon und nimmt Getaufte und Täufer vorübergehend fest. Während Felix Manz bis zum Herbst im Gefängnis verbleiben muss, kommen die Zolliker Bauern sowie Grebel, Blaurock, Brötli und Wilhelm Reublin rasch wieder frei. Reublin geht nach Waldshut, wo er den bereits zur lutherischen Reformation konvertierten Stadtpfarrer Balthasar Hubmaier und seine Gemeinde für das Täufertum gewinnen kann. Brötli emigriert nach Hallau im Kanton Schaffhausen und gründet dort noch im selben Jahr eine Täufergemeinde. Blaurock und Grebel wenden sich dem Zürcher Oberland zu und gewinnen dort durch ihre Predigt eine große Anhängerschaft. Der Erfolg der Missionsarbeit verstärkt sich, als Felix Manz nach seiner Freilassung zu ihnen stößt.
  • 29. Mai: Eberli Bolt wird in Schwyz als einer der ersten Märtyrer der Täuferbewegung auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
  • 27. Juli: Mit Hans Krüsi stirbt in Luzern ein weiterer Täufer auf dem Scheiterhaufen.
  • Das noch junge Le Havre wird Opfer einer Sturmflut, die etwa 100 der insgesamt rund 600 Stadtbewohner das Leben kostet.

Historische Karten und Ansichten

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Westeuropa zur Zeit Karls V. 1525

Geburtsdatum gesichert

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Genaues Geburtsdatum unbekannt

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Geboren um 1525

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Todesdatum gesichert

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Der Marschall Thomas de Foix-Lescun, Zeichnung von Jean Clouet aus dem 16. Jahrhundert
Porträt des Jakob Fugger, Albrecht Dürer (um 1519)
  • 30. Dezember: Jakob Fugger, „der Reiche", deutscher Kaufmann (* 1459)

Genaues Todesdatum unbekannt

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