Geschützter Bindestrich

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Der geschützte Bindestrich bzw. nicht-umbrechende Bindestrich (engl. non-breaking hyphen) wird verwendet, um einen automatischen Zeilenumbruch an einem Bindestrich zu unterbinden, beispielsweise bei „i-Punkt" oder „Fugen-s".

Weitere Hinweise zur Verwendung im Web finden sich im Artikel Webtypografie.

Verwendung

Der Zeilenumbruch ist vor allem dann zu verhindern, wenn der abgetrennte Bestandteil sehr kurz würde: k-Faktor, X-Ray, Z-Plan, ε-Umgebung oder 99-Tage-Kaiser – hier wäre der erste Bindestrich zu schützen, während beim zweiten eine Worttrennung zulässig ist. Auch bei bestimmten Formeln wie etwa in der Chemie ist es sinnvoll, den Zusammenhang von Bestandteilen sicherzustellen.

Kodierung

Im internationalen Zeichenkodierungssystem Unicode liegt das Zeichen „‐" auf Position:

  • U+2011 „Non-breaking Hyphen" (Bindestrich, kein Zeilenumbruch).

Erzeugung in Textsoftware

  • In OpenOffice.org und StarOffice mittels Strg+Umschalt+ zu erzeugen; erscheint im Quelltext grau hinterlegt.
  • In Microsoft Word ebenfalls mittels Strg+Umschalt+ oder Strg+_ – oder mit Alt0173: Dazu muss Alt gedrückt und rechts im Nummernfeld (bei angeschaltetem Num) 0173 eingegeben werden. Mit oder ohne sichtbaren Steuerzeichen (Menuleiste: ¶) erscheint ein normaler Bindestrich (Halbgeviertstrich »–«). Will man wirklich (ohne Trennungsversuche) wissen, ob ein normaler oder ein geschützter Bindestrich vorliegt, so markiert man den Strich und tastet Alt+C. Dadurch erhält man den Unicode: für den normalen Bindestrich 002D, für den geschützten 00AD. Markiert lassen und wieder Alt+C getippt führt zurück zum Strich.
  • In LaTeX unter Verwendung des Pakets babel wird ein geschützter Bindestrich mit "~ erzeugt. Beispiel:
 Schriftart und "~größe
Eine Alternative dazu ist \hbox{-}.
  • In HTML kann es mit der Zeichenfolge ‑ dargestellt werden.

Erzeugung in PowerPoint

In PowerPoint ist ein geschützter Bindestrich nur über die Eingabe eines ASCII-Codes möglich. Dazu muss Alt gedrückt und „0173" eingegeben werden.

Erzeugung unter Linuxsystemen

Unter den meisten modernen Linuxsystemen mit UTF-8 Zeichenkodierung lässt sich das Zeichen „‐" mittels Strg+Umschalt+U+„2011" erzeugen.

Verfügbarkeit

Verwendet man das Zeichen nur intern, ist dies unproblematisch. Hat man dagegen keinen Einfluss darauf, welche Fonts beim Leser installiert sind (wie etwa im Zusammenhang mit HTML-Dokumenten auf Webservern), so ist von der Verwendung zurzeit (2010) eher abzuraten: Oft sieht der Betrachter statt des Striches ein Ersatzzeichen (wie �), weil das Zeichen in den Standard-Fonts nicht enthalten ist. Erstellt man PDF-Dokumente mit selteneren Zeichen, sollten die Fonts in die Datei eingebunden werden.

Siehe auch

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