Pauline Viardot-García

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Pauline Viardot-García

Michelle Ferdinande Pauline Viardot-García, geb. García, (* 18. Juli 1821 in Paris; † 18. Mai 1910 ebenda) war eine spanische (französische ?) Opernsängerin (Mezzosopran, „sopran-e-contralto"[1] ), Komponistin, Pianistin, Gesangspädagogin, Salonière und Herausgeberin.

Kindheit und Ausbildung

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Pauline Viardots Mutter Joaquina Sitchèz (Briones)

Pauline Viardot-García wuchs in einer spanischen Musikerfamilie auf:[2] Sie wurde 1821 in Paris als jüngste Tochter des berühmten Tenors und Komponisten Manuel del Pópulo Vicente García (1775–1832) und der Schauspielerin und Opernsängerin Joaquina Sitches (1780–1864; Künstlername: Joaquina Brionès)[3] geboren; ihre Schwester war die Sängerin Maria Malibran,[2] ihr Bruder der Bariton und Gesangslehrer Manuel Patricio Rodríguez García. Durch die internationale Tätigkeit ihres Vaters und ihrer gesamten Familie erhielt sie von vornherein eine ungewöhnlich kosmopolitische Prägung: Nach den ersten zwei Jahren in Paris ging sie mit ihrer Familie 1823 nach London, zwischen 1825 und 1828 nach Amerika (New York und Mexiko), und wuchs danach teils in Paris (ab 1829),[4] teils in Brüssel auf (ab 1832).[5]

Ihr erster Gesangslehrer war ihr Vater; nach dessen Tod im Jahr 1832 übernahm ihre Mutter ihre weitere Ausbildung.[6] [7] Ähnlich wie ihre legendäre Schwester entwickelte sich Pauline Garcia zu einer Sängerin mit einer außergewöhnlichen, von vielen Bewunderern als charismatisch bezeichneten Mezzosopran-Stimme, die mühelos vom Sopran zum Alt wechseln konnte.

Ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie bei Marcos Vega, dem Organisten der Kathedrale von Mexiko-Stadt,[6] später bei Meysenberg und Franz Liszt,[8] [7] und vermutlich auch Kompositionsunterricht bei Anton Reicha, der auch Lehrer von Franz Liszt, Hector Berlioz und César Franck war. Nach dem frühen Tod ihrer Schwester Maria Malibran mit 28 Jahren 1836 konzentrierte sich die 15-jährige Pauline jedoch stärker auf den Gesang und wurde u. a. bei ihrem Bruder Manuel García junior ausgebildet.[9]

Pauline Viardot-García sprach sechs Sprachen: Spanisch war ihre Muttersprache; Französisch wegen ihres Geburts- und Heimatlandes Frankreich; Englisch durch ihre teilweise in London und New York verbrachte Kindheit; Italienisch wegen ihrer Karriere als Opernsängerin; Deutsch, weil sie nicht nur Gastspiele in Deutschland gab, sondern auch etliche Jahre in Deutschland lebte; und Russisch wegen ihrer engen Beziehung zur russischen Kulturszene.[7] [10]

Karriere als Sängerin und Pianistin 1830er bis 1850er

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Viardot 1860 als Orpheus in Glucks Orphée et Euridice

1837 gab Pauline García in Brüssel ihr Debüt als Konzertsängerin, zusammen mit ihrem Schwager, dem Geiger Charles-Auguste de Bériot, sowie am 9. Mai 1839 in London als Desdemona in Rossinis Otello [7] eine der ehemaligen Paraderollen ihrer Schwester Maria Malibran.[11] Wenige Monate später erhielt sie ihr erstes Engagement am Théâtre-Italien in Paris,[12] dessen Direktor ihr späterer Ehemann Louis Viardot (1800–1883) war,[13] und wo sie wiederum bei ihrem Antritt die Desdemona sang.[6] Am 18. April 1840 heiratete sie den wesentlich älteren Viardot, der daraufhin seine Tätigkeit als Direktor am Théâtre-Italien aufgab und ihr Manager wurde.[14] Ihre gemeinsame Tochter Louise Héritte-Viardot (1841–1918) wurde ebenfalls Sängerin und Komponistin. Ihre weiteren auch musikalisch erzogenen Kinder waren Claudie (* 1852), Marianne (* 1854) und Paul (* 1857).[15]

Als Opernsängerin trat die Viardot-Garcia zunächst eindeutig in die Fußstapfen ihrer Schwester, mit der sie erhebliche Repertoire-Überschneidungen hatte, wie die Hauptrollen in den Rossini-Opern Tancredi , La donna del lago , Semiramide , La gazza ladra und Il barbiere di Siviglia , später auch in Bellinis La sonnambula und Norma sowie den Romeo in I Capuleti e i Montecchi .[6] [16] Zu ihrem Repertoire gehörten des Weiteren Halévys La Juive , Valentine in Meerbeers Les Huguenots und sogar Donizettis Lucia di Lammermoor .[6]

Auf vielen bedeutenden Opernbühnen Europas feierte sie triumphale Erfolge. Sie trat in ihrer 23 Jahre währenden internationalen Karriere[17] nicht nur in Paris und London, Wien, Berlin und Dresden auf,[18] sondern auch in Madrid (1842) und in Sankt Petersburg (1843–1846), wo sie neben dem berühmten Tenor Giovanni Battista Rubini sang und auch in Opern russischer Komponisten wie Michail Glinka und Dargomizsky auftrat.[6]

1843 lernte sie in Sankt Petersburg den russischen Dichter Iwan Sergejewitsch Turgenew kennen, er wurde ein ständiger Begleiter der Viardots, eine lebenslange Dreiecksbeziehung entstand.[19]

Meyerbeer komponierte für die Viardot die Partie der Fidès in seiner Oper Le prophète , die sie 1849 mit überwältigendem Erfolg in der Pariser Uraufführung und später noch über 200 Mal, auch auf anderen europäischen Bühnen, sang.[6] [7] Von da an wurde sie zu einer Art Muse französischer Komponisten, Charles Gounod schrieb unter ihrem Einfluss seine Oper Sapho (Paris 1851), und Hector Berlioz überarbeitete für sie Glucks Orphée et Eurydice , deren ursprünglich für einen Kastraten komponierte Hauptrolle sie 1859 in Paris sang[6] [7] (am Théâtre-Lyrique). Andere Rollen ihrer späten Karriere waren Glucks Alceste und Beethovens Leonore,[7] welch letztere sie bei der Pariser Erstaufführung des Fidelio im Jahr 1860 sang.[6]

Die Viardots, Republikaner, lebten nach dem Sieg von Louis-Napoleon Bonaparte bei den Wahlen 1849 immer häufiger außerhalb Frankreichs.[20] Ihr Lebensmittelpunkt spielte sich dann hauptsächlich in London und Deutschland ab, 1863 verlegte sie ihren Wohnsitz von Frankreich nach Baden-Baden.

Neben ihrer Karriere als Sängerin war sie auf hohem Niveau als Pianistin ausgebildet. Als Duo trat sie einige Male mit ihrer langjährigen Künstlerfreundin Clara Schumann auf.[21]

Komponistin, Musikpädagogin und Konzertgeberin in Baden-Baden 1863–1871

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Büste der Viardot im Baden-Badener Kurpark

1863 zog Viardot mit ihrem Mann und ihren vier Kindern nach Baden-Baden und sorgte damit für die Entwicklung der Kurstadt zu einer internationalen Kulturstadt. Bereits 1862, im Alter von 42 Jahren, hatte sich Viardot von der Bühne zurückgezogen – sie trat aber noch vereinzelt bis 1873 auf sowie bis in die 1880er Jahre in privatem Rahmen.[22] 1859 war sie erstmals in Baden-Baden in einem von Hector Berlioz dirigierten Konzert aufgetreten und hatte schon damals mit ihrem Auftritt der Stadt einen besonderen künstlerischen Status verliehen. In Baden-Baden konzentrierte sie sich auf das Komponieren und Unterrichten, veranstaltete Matineen und Soireen.[23] Darüber hinaus gründete sie ein eigenes Opern-Haus, das Théâtre Viardot.[24] In ihrem Baden-Badener Domizil, zu dem neben einer Villa auch ein Gartentheater und eine Kunst- und Vortragshalle gehörten, trafen sich Musiker, Dichter, Maler und andere bedeutsame Persönlichkeiten ihrer Zeit, wie etwa Wilhelm [2] und Augusta von Preußen [2] und Otto von Bismarck.[2] Viardot und Clara Schumann, mit der sie von 1838 an eng befreundet war, führten in diesem Rahmen Werke von Robert Schumann, Frédéric Chopin und Johannes Brahms auf. Bei Viardots berühmten Matineen trug unter anderem der ebenfalls weltberühmte Pianist Anton Rubinstein Klavierstücke vor. Ihr ehemaliger Klavierlehrer Franz Liszt gehörte ebenso wie Richard Wagner oder der Dichter Theodor Storm zu den Gästen des Hauses Viardot in Baden-Baden.

1870 übernahm sie in Jena die Solopartie in der Uraufführung der Alt-Rhapsodie von Johannes Brahms. Camille Saint-Saëns widmete ihr seine Oper Samson et Dalila , die sie jedoch 1872 nur in einer Privataufführung in ihrem Hause sang.[6]

Rückkehr nach Paris – Lehrerin am Conservatoire

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Bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 entwickelte sich vom Haus Viardot aus eine facettenreiche Kunst- und Kulturszene in Baden-Baden, die die Attraktivität der Kurstadt noch erhöhte. Nach Kriegsbeginn zog die Familie nach Paris zurück. Dort unterrichtete Viardot am Pariser Konservatorium und verhalf unter anderem Jules Massenet zum Durchbruch, in dessen Oratorium Marie-Magdeleine sie bei der Uraufführung am 11. April 1873 die Titelpartie (Sopran) sang. Pauline Viardot-García komponierte auch in Paris und führte einen bedeutenden musikalischen Salon.[25]

Als Pauline Viardot-García am 18. Mai 1910 in Paris starb, hinterließ sie neben der Erinnerung an ihre viel gerühmten Gesangsauftritte und ihren Einsatz als äußerst kompetente Gesangslehrerin eine Vielzahl musikalischer Kunstwerke, die erst in jüngster Zeit wiederentdeckt werden.

Viardots Grab auf dem Cimetière de Montmartre

Théophile Gautier über Pauline Viardots Stimme und Gesang bei ihrem Debüt in der Oper Otello von Gioachino Rossini am 12. Oktober 1839 im Pariser Théâtre-Italien:

„Sie besitzt eines der prächtigsten Musikinstrumente (= Stimme, A.d.Ü.), das man hören kann. Ihr Timbre ist bewundernswert, weder zu hell, noch verschleiert. Es ist keine metallische Stimme wie die der Grisi (Giuditta oder Giulia?, A.d.Ü.); sondern die Töne der Mittellage haben etwas Sanftes und Durchdringendes, das das Herz rührt. Ihr Umfang ist wunderbar. In der Kadenz des Andante in der Cavatine (die sie aus Rossinis Elisabetta genommen und eingeschoben hat) hat sie zwei Oktaven und eine Quinte herausgestellt, d. h. vom tiefen F des Tenors bis zum hohen C des Soprans. ... Ihre Technik ist die von Garcia, damit ist Alles gesagt. ... Ihre Stimme sitzt wunderbar; die Intonation ist rein und genau. Die Note wird immer mit großer Klarheit attackiert, ohne Zögern und ohne Vorhalt. Diese letzte Qualität ist rar und kostbar. Sie ist eine exzellente Musikerin. ... Sie hätte Unrecht durch Kompliziertheiten und Originalität in den Kadenzen nach Effekt zu suchen. Dank ihrer schönen Diktion, ihrem perfekten Verständnis für den Wert der Wörter und ihrer ausdrucksvollen und spontanen Pantomime verschafften ihr einige wenige Noten mehr Erfolg als die verwickeltesten Rouladen der Welt."[26] [27]

Die Wiener allgemeine Musik-Zeitung schrieb 1843 anlässlich eines Auftritts Viardots als Rosine in Rossinis Oper Il Barbiere di Siviglia:

„Mad. Viardot-Garcia besitzt eine ausgezeichnete Stimme, sie ist immer füllreich, gleichmäßig und sicher; sie ist von einem reinen Metallklange, besonders in den Mittel- und tiefern Tönen, sie besitzt einen Umfang vom kleinen f bis zum dreigestrichenen c, was zwei und eine halbe Octave ausmacht. Staunen erregte sie durch die Blumenstickerei des Gesanges, diese Coloratur-Arabesken, durch die bewunderungswürdige Präcision, Sicherheit, Kühnheit und Gewalt ihrer Stimme, die eben so gewandt ist zum Vortrage in Ensemblestücken als zu Solopartien. [...]"[28]

Über ihr Klavierspiel urteilte Saint-Saëns:

„Als große Freundin von Chopin bewahrte sie von dessen Spiel eine sehr genaue Erinnerung, und sie gab die präzisesten Anweisungen über die Art und Weise der Interpretation seiner Werke. Durch sie habe ich begriffen, daß die Aufführung der Werke des großen Pianisten (eher: des großen Musikers!) viel einfacher ist, als man gemeinhin glauben mag, und daß sie von einem geschmacklosen Manierismus ebensoweit entfernt ist wie von kalter Korrektheit. Durch sie habe ich die Geheimnisse des echten Tempo rubato kennengelernt, ohne das Chopins Musik entstellt wird und das keineswegs den Verrenkungen ähnelt, mit Hilfe derer man allzuoft eine Karikatur daraus macht"[29]

Schüler (Auswahl)

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Kompositorisches Werk

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Pauline Viardot-García schuf ein vielseitiges kompositorisches Œuvre, darunter zahlreiche Lieder, Klavierstücke, kammermusikalische Werke und Liedbearbeitungen.[30] Ihre Operette Le Dernier Sorcier („Der Letzte Zauberer") wurde 1869 von Johannes Brahms im Haus der Viardots in Baden-Baden dirigiert.

Sie vertonte Texte der deutschen Dichter Eduard Mörike und Heinrich Heine, schrieb Lieder nach französischen, italienischen, spanischen und russischen Texten (Puschkin, Turgenew) und bearbeitete unter anderem Musikwerke von Haydn, Chopin und Brahms für Klavier und Gesang. Eine bis heute gelegentlich aufgeführte Komposition ist die originelle Marche Militaire AMII, 203 AMS.

2007 wurde von der Musikwissenschaftlerin Dr. Christin Heitmann im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts „Orte und Wege europäischer Kulturvermittlung durch Musik. Die Sängerin und Komponistin Pauline Viardot" unter Leitung von Prof. Dr. Beatrix Borchard an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ein aktuelles Werkverzeichnis Pauline Viardots erarbeitet. Das umfangreiche Werkverzeichnis ist online einsehbar und kann systematisch durchsucht werden.[31]

Kompositionen (Auswahl)

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Klavierstücke

  • Deux airs de ballet in a-Moll (1904)
  • Gavotte, Deux pièces pour piano G-Dur (1884)
  • Sérénade, Deux pièces pour piano (1885)
  • Valse B-Dur

Kammermusik

  • Andantino für Klavier und Oboe (1842)
  • Six Morceaux für Klavier und Violine (1866/1867)
  • Sonatine für Klavier und Violine (1873)

Orchesterwerke

  • Marche Militaire in Es-Dur (um 1870)

(chronologisch)

  • Madame Pauline Viardot-Garcia in Leipzig. In: Illustrirte Zeitung . Nr. 11. J. J. Weber, Leipzig 9. September 1843, S. 169–170 (Digitalisat in der Google-Buchsuche). 
  • George T. Ferris: Pauline Viardot, in: Great singers, Bd. II (Second Series, Malibran to Titiens), D. Appleton & Co, New York, 1879, S. 109–141. Online im Internet-Archiv (englisch; Abruf am 23. Februar 2025)
  • April Fitzlyon: The Price of Genius. A Biography of Pauline Viardot. London 1964.
  • Jürgen Kesting: Die großen Sänger. Claassen, Düsseldorf 1986.
  • Gustave Dulong: Pauline Viardot, tragédienne lyrique 2e éd. revue et corr. Association des amis d’Ivan Tourgueniev, Pauline Viardot et Maria Malibran, 1987. ISBN 2-903597-01-4.
  • Jamée Ard und April Fitzlyon: Art. „Viardot [née García], (Michelle Ferdinande) Pauline". In: Julie Anne Sadie und Rhian Samuel (Hg.): The New Grove Dictionary of Women Composers. London: Macmillan, 1995. S. 474–478.
  • Ute Lange-Brachmann und Joachim Draheim (Hrsg.): Pauline Viardot in Baden-Baden und Karlsruhe. Nomos, Baden-Baden 1999. ISBN 3-7890-6372-X.
  • Beatrix Borchard: Viardot [née García], (Michelle Ferdinande) Pauline. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).
  • Karl-Josef Kutsch und Leo Riemens: Großes Sängerlexikon, 7. Bd., 4., erw. u. akt. Aufl., München 2003, S.4887–4889.
  • Beatrix Borchard: Art. „Pauline, Viardot". In: Ludwig Finscher (Hg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Köln u. a. 2006, Sp. 1537–1539.
  • Michael Steen: Enchantress of nations, Pauline Viardot: soprano, muse and lover. Icon books, Thriplow 2007. ISBN 978-1-84046-843-4.
  • Michèle Friang: Pauline Viardot au miroir de sa correspondance. Hermann, Paris 2008. ISBN 978-2-7056-6568-5.
  • Patrick Barbier: Pauline Viardot. Biographie. Grasset, Paris 2009. ISBN 978-2-246-71741-6.
  • Beatrix Borchard: „Eine ›Anti-Diva‹? Zur Rezeption Pauline Viardot-Garcias im 19.Jahrhundert". In: Rebecca Grotjahn, Dörte Schmidt und Thomas Seedorf (Hrsg.): Untersuchungen zu einem kulturellen Phänomen des 19. und 20. Jahrhunderts, Schliengen 2011, S.114–125.
  • Miriam-Alexandra Wigbers: Johannes Brahms und Pauline Viardot – der Sommer 1869: Begegnungen, Das verschollene Morgenständchen, Die Alt-Rhapsodie. In: Brahms-Studien, Veröffentlichungen der Brahms-Gesellschaft Hamburg e. V. Band 16.2011. Tutzing 2011, S.67–89.
  • Melanie Stier: Pauline Viardot-Garcia in Großbritannien und Irland. Formen kulturellen Handelns (= Viardot-Garcia-Studien3). Olms, Hildesheim 2012. ISBN 978-3-487-14698-0.
  • Miriam Alexandra: Pauline Viardot. In: Lexikon der Gesangsstimme. Geschichte – Wissenschaftliche Grundlagen – Gesangstechniken – Interpreten. Laaber 2016, S. 667–669. ISBN 978-3-89007-546-4
  • Klaus-Dieter Fischer / Nicholas Zekulin / Katrin Müller-Höcker (Hg.): Die Beziehungen Pauline Viardots und Ivan S. Turgenevs zu Weimar - Pauline Viardots Orpheus-Interpretation in der Berlioz-Fassung von Glucks Orphée (= Viardot-Garcia-Studien5), Hildesheim u.a. 2016.
  • Beatrix Borchard: „Erben, weitertragen, verwandeln – der Weg zur Selbstbestimmung einer Sängerin. Pauline Viardot-Garcia (1821–1910)" In: Nicole K. Strohmann und Antje Tumat (Hg.); unter Mitarbeit von Lukas Kurz und Juana Zimmermann: Bühnenrollen und Identitätskonzepte. Karrierestrategien von Künstlerinnen im Theater des 19. Jahrhunderts, Hannover 2016, S. 73–91.
  • Beatrix Borchard: Pauline Viardot-Garcia: Fülle des Lebens. Köln u. a. Böhlau Verlag 2016. ISBN 978-3-412-50143-3
  • Marion Brück: Viardot, Pauline. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 26, Duncker & Humblot, Berlin 2016, ISBN 978-3-428-11207-4, S. 786 (Digitalisat ).
  • Beatrix Borchard: Artikel „Pauline Viardot". In: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 25. April 2018.
  • Eberhard Steindorf: Die Konzerttätigkeit der königlichen musikalischen Kapelle zu Dresden (1817-1858), Baden-Baden 2018, S. 410.
  • Ursula Keller, Natalja Sharandak: Iwan Turgenjew und Pauline Viardot: Eine außergewöhnliche Liebe, Insel Verlag 2018, ISBN 978-3-458-17769-2
  • Désirée Wittkowski (Hg.): Herzensschwestern der Musik: Pauline Viardot und Clara Schumann. Briefe einer lebenslangen Freundschaft, Lilienthal 2020.
  • Beatrix Borchard, Miriam-Alexandra Wigbers (Hg.): Pauline Viardot-Garcia – Julius Rietz. Der Briefwechsel 1858–1874. Unter Mitarbeit von Juliette Appold, Regina Back, Martina Bick und Melanie Stier (= Viardot-Garcia-Studien 1), Hildesheim u. a. 2021. ISBN 978-3-487-15981-2
  • Marc Heilbron Ferrer: García Viardot, Micaela Paulina. La Viardot. In: Dicionario Biografico espanol (DBe). Real Academia de la Historia, 2022 (spanisch; Abruf am 23. Februar 2025)
Commons: Pauline Viardot  – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Bibliotheken

Online-Lexika

  • Midori Kobayashi: Artikel: Viardot-Garcia, Pauline. [Übersetzung: Yuko Tamagawa]. In: Europäische Instrumentalistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. 2010. Online-Lexikon des Sophie Drinker Instituts, hrsg. von Freia Hoffmann.
  • Multimediale Präsentation Pauline Viardot. In: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff.
  • Beatrix Borchard: Artikel „Pauline Viardot". In: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 25. April 2018.

DFG-Forschungsprojekt

Werkverzeichnis

Musikstammbuch von Pauline Viardot-Garcia

Album, das Pauline Viardot-García gewidmet ist

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Veranstaltungen

Radio-Beiträge

Veröffentlichungen

Zeitungsartikel

Einzelnachweise

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  1. „Pour prendre au hasard des exemples, nous citerons ... comme parcourant avec une égale puissance les deux échelles de voix, c’est-à-dire comme sopran-e-contralti, la Malibran et Pauline Garcia." S. 602–603 in: Revue des deux mondes XXV. 1841, (online bei Wikisource).
  2. a b c d e Clive Unger-Hamilton, Neil Fairbairn, Derek Walters; deutsche Bearbeitung: Christian Barth, Holger Fliessbach, Horst Leuchtmann et al.: Die Musik – 1000 Jahre illustrierte Musikgeschichte. Unipart-Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-8122-0132-1, S. 124. 
  3. Vgl. Beatrix Borchard: Pauline Viardot-Garcia: Fülle des Lebens. Köln u. a. Böhlau Verlag 2016, S. 80.
  4. Paulino Capdepón Verdú: Rodríguez Aguilar, Manuel. Manuel del Pópulo Vicente García. In: Dicionario Biografico espanol (DBe). Real Academia de la Historia, 2022 (spanisch; Abruf am 13. Februar 2025)
  5. Nach dem Tode ihres Vaters lebte sie mit ihrer Mutter teilweise bei ihrer Schwester und deren Geliebten Charles-Auguste de Bériot in oder bei Brüssel. Booklet-Text zur CD: Maria, mit Cecilia Bartoli u. a., Orchestra La Scintilla, Dir.: Adam Fischer (Decca, 2007), S. 80
  6. a b c d e f g h i j Marc Heilbron Ferrer: García Viardot, Micaela Paulina. La Viardot. In: Dicionario Biografico espanol (DBe). Real Academia de la Historia, 2022 (spanisch; Abruf am 23. Februar 2025)
  7. a b c d e f g Beatrix Borchard: Viardot [née García], (Michelle Ferdinande) Pauline. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).
  8. George T. Ferris: Pauline Viardot, in: Great singers, Bd. II (Second Series, Malibran to Titiens), D. Appleton & Co, New York, 1879, S. 109–141, hier: S. 113. Online im Internet-Archiv (englisch; Abruf am 23. Februar 2025)
  9. Vgl. Eberhard Steindorf: Die Konzerttätigkeit der königlichen musikalischen Kapelle zu Dresden (1817-1858), Baden-Baden 2018, S. 410; vgl. auch Beatrix Borchard: „Erben, weitertragen, verwandeln – der Weg zur Selbstbestimmung einer Sängerin. Pauline Viardot-Garcia (1821–1910)" In: Nicole K. Strohmann und Antje Tumat (Hg.); unter Mitarbeit von Lukas Kurz und Juana Zimmermann: Bühnenrollen und Identitätskonzepte. Karrierestrategien von Künstlerinnen im Theater des 19. Jahrhunderts, Hannover 2016, S. 73–91, hier S. 77f.
  10. Vgl. Beatrix Borchard: „Erben, weitertragen, verwandeln – der Weg zur Selbstbestimmung einer Sängerin. Pauline Viardot-Garcia (1821–1910)" In: Nicole K. Strohmann und Antje Tumat (Hg.); unter Mitarbeit von Lukas Kurz und Juana Zimmermann: Bühnenrollen und Identitätskonzepte. Karrierestrategien von Künstlerinnen im Theater des 19. Jahrhunderts, Hannover 2016, S. 73–91, hier S. 78.
  11. Carmen de Reparaz Madinaveitia: García Siches, María Felicia. María Malibrán, la Malibrán. In: Dicionario Biografico espanol (DBe). Real Academia de la Historia, 2022 (spanisch; Abruf am 24. Februar 2025)
  12. Vgl. Beatrix Borchard: Art. „Pauline, Viardot". In: Ludwig Finscher (Hg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Köln u. a. 2006, Sp. 1537–1539; vgl. auch Beatrix Borchard: „Erben, weitertragen, verwandeln – der Weg zur Selbstbestimmung einer Sängerin. Pauline Viardot-Garcia (1821–1910)" In: Nicole K. Strohmann und Antje Tumat (Hg.); unter Mitarbeit von Lukas Kurz und Juana Zimmermann: Bühnenrollen und Identitätskonzepte. Karrierestrategien von Künstlerinnen im Theater des 19. Jahrhunderts, Hannover 2016, S. 73–91, hier S. 79.
  13. Vgl. Eberhard Steindorf: Die Konzerttätigkeit der königlichen musikalischen Kapelle zu Dresden (1817-1858), Baden-Baden 2018, S. 410.
  14. Vgl. Beatrix Borchard: „Erben, weitertragen, verwandeln – der Weg zur Selbstbestimmung einer Sängerin. Pauline Viardot-Garcia (1821–1910)" In: Nicole K. Strohmann und Antje Tumat (Hg.); unter Mitarbeit von Lukas Kurz und Juana Zimmermann: Bühnenrollen und Identitätskonzepte. Karrierestrategien von Künstlerinnen im Theater des 19. Jahrhunderts, Hannover 2016, S. 73–91, hier S. 82, 84.
  15. Vgl. Beatrix Borchard: Art. „Pauline, Viardot". In: Ludwig Finscher (Hg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Köln u. a. 2006, Sp. 1537–1539.
  16. Zu den Rollen der Malibran siehe: Carmen de Reparaz Madinaveitia: García Siches, María Felicia. María Malibrán, la Malibrán. In: Dicionario Biografico espanol (DBe). Real Academia de la Historia, 2022 (spanisch; Abruf am 24. Februar 2025)
  17. Vgl. Beatrix Borchard: „Erben, weitertragen, verwandeln – der Weg zur Selbstbestimmung einer Sängerin. Pauline Viardot-Garcia (1821–1910)" In: Nicole K. Strohmann und Antje Tumat (Hg.); unter Mitarbeit von Lukas Kurz und Juana Zimmermann: Bühnenrollen und Identitätskonzepte. Karrierestrategien von Künstlerinnen im Theater des 19. Jahrhunderts, Hannover 2016, S. 73–91, hier S. 82.
  18. Vgl. Eberhard Steindorf: Die Konzerttätigkeit der königlichen musikalischen Kapelle zu Dresden (1817-1858), Baden-Baden 2018, S. 410.
  19. Vgl. Ursula Keller, Natalja Sharandak: Iwan Turgenjew und Pauline Viardot: Eine außergewöhnliche Liebe Insel Verlag 2018, ISBN 978-3-458-17769-2
  20. Michelle Perrot: George Sand à Nohant - Une maison d'artiste, "Pauline Viardot, la reine du monde", Seuil 2018, ISBN 978-2-02-082076-9 (französisch)
  21. Vgl. Beatrix Borchard: „Erben, weitertragen, verwandeln – der Weg zur Selbstbestimmung einer Sängerin. Pauline Viardot-Garcia (1821–1910)" In: Nicole K. Strohmann und Antje Tumat (Hg.); unter Mitarbeit von Lukas Kurz und Juana Zimmermann: Bühnenrollen und Identitätskonzepte. Karrierestrategien von Künstlerinnen im Theater des 19. Jahrhunderts, Hannover 2016, S. 73–91, hier S. 78.
  22. Vgl. Beatrix Borchard: „Erben, weitertragen, verwandeln – der Weg zur Selbstbestimmung einer Sängerin. Pauline Viardot-Garcia (1821–1910)" In: Nicole K. Strohmann und Antje Tumat (Hg.); unter Mitarbeit von Lukas Kurz und Juana Zimmermann: Bühnenrollen und Identitätskonzepte. Karrierestrategien von Künstlerinnen im Theater des 19. Jahrhunderts, Hannover 2016, S. 73–91, hier S. 86f.
  23. Vgl. Beatrix Borchard: „Erben, weitertragen, verwandeln – der Weg zur Selbstbestimmung einer Sängerin. Pauline Viardot-Garcia (1821–1910)" In: Nicole K. Strohmann und Antje Tumat (Hg.); unter Mitarbeit von Lukas Kurz und Juana Zimmermann: Bühnenrollen und Identitätskonzepte. Karrierestrategien von Künstlerinnen im Theater des 19. Jahrhunderts, Hannover 2016, S. 73–91, hier S. 88.
  24. Vgl. Beatrix Borchard: Art. „Pauline, Viardot". In: Ludwig Finscher (Hg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Köln u. a. 2006, Sp. 1537–1539, hier Sp. 1537.
  25. Vgl. Beatrix Borchard: Art. „Pauline, Viardot". In: Ludwig Finscher (Hg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Köln u. a. 2006, Sp. 1537–1539, hier Sp. 1537; Beatrix Borchard: Artikel „Pauline Viardot". In: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 25. April 2018.
  26. „Elle possède un des instruments les plus magnifiques qu’il soit possible d’entendre. Le timbre en est admirable, ni trop clair, ni voilé. Ce n’est point une voix métallique comme celle de Grisi; mais les tons du médium ont je ne sais quoi de doux et de pénétrant qui remue le coeur. L’étendue est prodigieuse. Dans le point d’orgue de l’andante de la cavatine (tirée de l’Elisabetta, de Rossini, et intercalée) elle a accusé deux octaves et une quinte, du fa grave du ténor à l’ut aigu du soprano. ... Sa méthode est celle de Garcia, c’est tout dire. ... Sa voix est merveilleusement posée. L’intonation est pure et juste. La note est toujours attaquée avec une grande netteté, sans hésitation ni port de voix. Cette dernière qualité est rare et précieuse. Elle est excellente musicienne. ... Elle aurait tort de chercher à produire de l’effet par de la complication et de l’originalité dans les points d’orgue. Grâce à sa belle diction, sa parfaite entente de la valeur des mots, à sa pantomime expressive et spontanée, un petit nombre de notes lui assureront plus de succès que toutes les roulades les plus enchevêtrées du monde." In: Théophile Gautier: Feuilleton vom 14. Oktober 1839, in: Histoire de l'art dramatique en France depuis vingt-cinq ans, Édition Hetzel, Leipzig, 1858, S. 305. Online im Internet Archiv (französisch; Abruf am 24. Februar 2025)
  27. Auch in: Théophile Gautier, nach Patrick Berthier, in: La Presse, am 14. Oktober 1839 erschienenes Feuilleton, in: Oeuvres complètes, Critique théâtrale, t. II, (1839–1840) Champion 2008.
  28. Wiener allgemeine Musik-Zeitung vom 22. Juli 1843, S. 363 (Digitalisat).
  29. Zit. nach Midori Kobayashi: Artikel: Viardot-Garcia, Pauline. [Übersetzung: Yuko Tamagawa]. In: Europäische Instrumentalistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. 2010. Online-Lexikon des Sophie Drinker Instituts, hrsg. von Freia Hoffmann.
  30. Vgl. Christin Heitmann: Pauline Viardot. Systematisch-bibliographisches Werkverzeichnis (VWV), Hochschule für Musik und Theater Hamburg, seit 2012, Online-Datenbank https://www.pauline-viardot.de/1Werkgruppen.php (zuletzt abgerufen am 14. April 2021).
  31. Online verfügbar unter: Christin Heitmann: Pauline Viardot. Systematisch-bibliographisches Werkverzeichnis (VWV), https://www.pauline-viardot.de/Werkverzeichnis.htm (zuletzt abgerufen am 4. März 2023).
Personendaten
NAME Viardot-García, Pauline
ALTERNATIVNAMEN Viardot-García, Michelle Pauline (vollständiger Name); García (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG französische Opernsängerin (Mezzosopran), Gesangspädagogin und Künstlerin
GEBURTSDATUM 18. Juli 1821
GEBURTSORT Paris
STERBEDATUM 18. Mai 1910
STERBEORT Paris
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