Hammermühle (Münchberg)
Hammermühle Stadt Münchberg
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Koordinaten: | 50° 13′ N, 11° 49′ O 50.2105511.81568526Koordinaten: 50° 12′ 38′′ N, 11° 48′ 56′′ O |
Höhe: | 526 m ü. NHN |
Postleitzahl: | 95213 |
Vorwahl: | 09251 |
Hammermühle (früher auch Ulrichsmühle genannt[1] ) ist ein Gemeindeteil der Stadt Münchberg im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Hammermühle liegt in der Gemarkung Markersreuth.[3]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Die Einöde liegt am Modlitzbach, der unmittelbar südlich als linker Zufluss in den Ulrichsbach mündet. Im Osten steigt das Gelände zum Hammerberg (593 m ü. NHN) an. Ein Anliegerweg führt 400 Meter nördlich zu einer Gemeindeverbindungsstraße, die nordöstlich nach Markersreuth bzw. südöstlich nach Grund verläuft.[4]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Hammermühle gehörte zur Realgemeinde Markersreuth. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hammermühle aus einem Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Die Rittergüter Ebnath und Schwarzenreuth waren Grundherren des Mühlengutes mit Mahlmühle.[5]
Von 1797 bis 1810 unterstand Hammermühle dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Hammermühle dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Markersreuth und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Markersreuth zugewiesen.[6] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Hammermühle am 1. Mai 1978 nach Münchberg eingemeindet.[7]
Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- Haus Nr. 2: Mühle[8]
- ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 1: Wohnstallbau mit Frackdach, Wohnteil wohl noch 18. Jahrhundert mit massivem Erdgeschoss und Obergeschoss aus Fachwerk. Die Stalltür am Sturz bezeichnet „18 JAR [?]25".[9]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Jahr | 1812 | 1819 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
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Einwohner | * | * | 5 | 6 | 4 | 3 | 8 | 15 | 5 | 3 | † |
Häuser[10] | * | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | † | ||||
Quelle | [6] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] |
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Hammermühle ist bis heute nach St. Martin (Ahornberg) gepfarrt und evangelisch-lutherisch geprägt.[5] [18]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- Tilmann Breuer: Landkreis Münchberg (= Bayerische Kunstdenkmale . Band 13). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 450619397, S. 18–19.
- Johann Kaspar Bundschuh: Ulrichsmühle. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken . Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 609 (Digitalisat).
- Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken . I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7.
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 201.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- Hammermühle in der Ortsdatenbank des bavarikon, abgerufen am 28. Februar 2025.
- Hammermühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 28. Februar 2025.
- Hammermühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 28. Februar 2025.
Fußnoten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- ↑ J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 609.
- ↑ Stadt Münchberg, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 28. Februar 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Februar 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Februar 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ a b A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 413.
- ↑ a b A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 492.
- ↑ Münchberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. Februar 2025.
- ↑ Denkmalliste für Münchberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ T. Breuer: Münchberg, S. 18f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ A. H. Hoenig (Hrsg.): Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden . Bayreuth 1820, OCLC 165644543, S. 74 (Digitalisat).
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon . In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 912, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit ... mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875 . Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1086, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, ... sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1033 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister . LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1083 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928 . Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1117 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950 . Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 965 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961 . Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 709 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern . Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 156 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987 . Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 306 (Digitalisat).