XT-Bus-Architektur
Die XT-Bus-Architektur ist eine 8-Bit-Bus-Architektur, die beim Intel 8086 und beim Intel 8088 in IBM PCs und IBM PC XTs in den frühen bis mittleren 1980er Jahren Verwendung fand. Über eine zusätzliche Controller-Karte konnten so beispielsweise XT-Festplatten angeschlossen werden.[1] Das Slot-Konzept war im Wesentlichen vom Apple II abgeschaut.
Technische DatenDatendurchsatz 0,96 MByte/s (1 W/S)
Die XT-Architektur stellt einen direkten Vorgänger der in IBM-PC-AT-Computer bis Mitte der 1990er verwendeten 16-Bit-ISA-Architektur dar. Der auch AT-Bus genannte ISA-Bus ist zum XT-Bus abwärtskompatibel; die meisten XT-Bus-Erweiterungskarten funktionieren auch in ISA-Bus-Rechnern, wobei sie nur den ersten der beiden Abschnitte des ISA-Steckplatzes belegen.
Am XT-Bus liegen drei DMA- und fünf Interrupt-Kanäle an. Von diesen drei sind zwei normalerweise von Standardkarten (Disketten- und Festplatten-Controller) belegt.
Kanal | am Bus verfügbar? |
Standard-Funktion |
---|---|---|
0 | Nein | DRAM-Refresh |
1 | Ja | frei für Erweiterungskarten |
2 | Disketten-Controller | |
3 | Festplatten-Controller |
Kanal | am Bus verfügbar? |
Standard-Funktion |
---|---|---|
0 | Nein | Timer |
1 | Tastatur | |
2 | Ja | Video |
3 | RS-232: Port 2 (shared: 4) | |
4 | RS-232: Port 1 (shared: 3) | |
5 | IEEE 1284: Port 2 (shared: 3) oder Soundkarte | |
6 | Disketten-Controller | |
7 | IEEE 1284: Port 1 |
Literatur
- Intel ISA Bus Specification 2.01. 1989, abgerufen am 6. Mai 2015.
- ↑ Michael Mielewczik, Thomas Drilling: Linux und Multimedia. Multimedia-Applikationen und Hardware unter Linux einsetzen. Software und Support Verlag GmbH, Frankfurt 2002, S. 38.