Nikolaus III. (Papst)
Nikolaus III. (Giovanni Gaetano Orsini) (* vor 1220 in Rom, † 22. August 1280 in Soriano) war von 1277 bis 1280 Papst.
Der Spross des einflussreichen Geschlechts der Orsini wurde 1244 zum Kardinal geweiht, und spielte über lange Zeit eine Schlüsselrolle im Kardinalskollegium, bis er schließlich 1277 in Viterbo nach einem sechs Monate dauernden Konklave selbst zum Papst gewählt wurde. Zuvor war Nikolaus III. seit 1262 Leiter der päpstlichen Inquisition und Protektor des Franziskanerordens; während seines Pontifikates legte er eine definitive Erklärung der franziskanischen Regel vor.
Nikolaus ging es während seines dreijährigen Pontifikats vor allem um die Stärkung der politischen Position des Papstes als Oberhaupt des Kirchenstaates in Italien. Die Zugeständnisse, die er dem habsburgischen König Rudolf I. im Zusammenhang mit Verhandlungen über eine Kaiserkrönung abgerungen hat, prägten das Bild des Kirchenstaates bis in das 19. Jahrhundert.
Im Jahre 1280 erlag Nikolaus III. einem Schlaganfall; seine letzte Ruhestätte fand er in St. Peter in Rom. Trotz seines nur dreijährigen Ponitifkates war Nikolaus III. maßgeblicher Initiator einer Reihe von Restaurierungsarbeiten an römischen Kirchen (S. Paolo furi le mura, S. Giovanni in Laterano, S. Maria sopra Minerva u.v.m), sowie einer Rücjbesinnung der Malerei auf antik-römische Ursprünge: Als solcher war er Förderer des Pietro Cavallini, dessen Malerei die Kunst Giottos vorbereitete.