Universitätsmedizin Göttingen
Universitätsmedizin Göttingen | |
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Trägerschaft | Stiftung öffentlichen Rechts |
Ort | Göttingen, Deutschland |
Koordinaten | 51° 33′ 2′′ N, 9° 56′ 35′′ O 51.5505555555569.9430555555556Koordinaten: 51° 33′ 2′′ N, 9° 56′ 35′′ O |
Leitung | Vorstand: H. Kroemer [1] (Dekan und Sprecher des Vorstand der UMG), S. Freytag (Vorstand Wirtschaftsführung UMG), M. Siess (Vorstand Krankenversorgung UMG) |
Betten | ca. 1460 (2014)[2] |
Mitarbeiter | ca. 7000 |
Zugehörigkeit | Universität Göttingen |
Gründung | 1732 |
Website | www.med.uni-goettingen.de |
Lage | |
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Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) stellt einen zentralen Schwerpunkt in der Krankenversorgung der Region Südniedersachsen dar.
Krankenbehandlung
An der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden jährlich ca. 54.000 Patienten stationär sowie ca. 121.000 Patienten ambulant behandelt. (Stand 2014)[2] Einige der zentralen Schwerpunkte stellen die Bereiche Kardiologie und Onkologie, speziell die Behandlung von Brustkrebs, dar. Die UMG ist Standort des Rettungshubschraubers Christoph 44.
Forschung
Als die, auch international bedeutenden, Forschungsschwerpunkte entwickelten sich in den letzten Jahren sowohl die Neurowissenschaften, als auch die Bereiche Herz-Kreislauf-System, Gastroenterologie und Onkologie sowie Stammzellforschung, Organentwicklung und Molekularbiologie. Mehrere forschungsaktive Abteilungen und drittmittelgeförderte Verbundprojekte, wie das DFG-Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns (CMPB), sowie eine Vielzahl von Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs, Forschernachwuchsgruppen und andere nationale und internationale Forschungsnetze tragen zur Forschungsleistung in den o.g. Bereichen maßgeblich bei. Des Weiteren besitzt die in den letzten Jahren intensivierte Zusammenarbeit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit den naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität, den Max-Planck-Instituten sowie dem Deutschen Primatenzentrum (DPZ) eine herausragende Bedeutung. Dies führte unter anderem zur Gründung mehrerer interdisziplinärer Einrichtungen, wie dem European Neuroscience Institute (ENI-G), dem Institut für Multiple-Sklerose-Forschung (IMSF), dem Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (GZMB), die Forschergruppe MR-Forschung in der Neurologie und Psychiatrie, sowie dem Bernstein-Zentrum für Computational Neuroscience und dem Zentrum für Neurobiologie des Verhaltens (ZNV). Des Weiteren ist Göttingen einer der Standorte des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und das europäische „Exzellenzprojekt" EUTrigTreat zur Erforschung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen wird in Göttingen koordiniert.
Lehre
Die Medizinische Fakultät der Universität Göttingen gehört, gemessen an der Studentenzahl, zu den größten medizinischen Fakultäten in Deutschland. Pro Semester immatrikulieren sich etwa 260 Studierende der Medizin, 40 Studierende der Zahnmedizin und rund 20 Studierende pro Jahr im internationalen Studiengang Molekulare Medizin an der Universität Göttingen. Insgesamt beteiligen sich, einschließlich der 27 Lehrkrankenhäuser, 190 Professoren und etwa 100 Privatdozenten an der Lehre. Insgesamt sind über 3600 Studierende immatrikuliert. Im Jahr 2008 waren dies 3096 Studenten im Fach Medizin und 503 im Fach Zahnmedizin. Etwa zehn Prozent der Studierenden stammen aus dem Ausland.[3]
Akademische Lehrkrankenhäuser
Akademische Lehrkrankenhäuser außerhalb Göttingens sind (Stand 2015):[4]
- Hufeland Klinikum GmbH, Mühlhausen und Bad Langensalza
- Klinikum Bremen-Mitte
- Krankenhaus St.Joseph-Stift Bremen
- DRK Kliniken Wesermünde (Bremerhaven/Langen)
- Klinikum Bremerhaven Reinkenheide gGmbH
- Krankenhaus St. Martini Duderstadt
- Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende
- Kliniken Herzberg- und Osterode GmbH
- St. Bernward Krankenhaus Hildesheim
- Agaplesion Diakonie Kliniken Kassel
- Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel
- Hessenklinik Stadtkrankenhaus Korbach
- Albert-Schweitzer-Krankenhaus Northeim
- St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn
- Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn
- Asklepios-Kliniken Schildautal in Seesen
- Klinikum Werra-Meißner
- Klinikum Wilhelmshaven
- Städtisches Klinikum Wolfenbüttel
Kliniken, Institute und Abteilungen der UMG
Im Einzelnen gliedert sich die Universitätsmedizin Göttingen in 57 Kliniken, Institute und Abteilungen[5] :
- Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie
- Allgemeinmedizin
- Anästhesiologie
- Augenheilkunde
- Bioinformatik
- Dermatologie, Venerologie und Allergologie
- Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie
- Diagnostische und Interventionelle Radiologie
- Ethik und Geschichte der Medizin
- Gastroenterologie und Endokrinologie
- Genetische Epidemiologie
- Gynäkologie und Geburtshilfe
- Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
- Hämatologie und Onkologie
- Humangenetik
- Humangenetik - Schwerpunktprofessur Molekulare Entwicklungsgenetik
- Kardiologie und Pneumologie
- Kieferorthopädie
- Kinder- und Jugendmedizin
- Kinder- und Jugendmedizin - Abteilung Neuropädiatrie
- Kinder- und Jugendmedizin - Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
- Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
- Klinische Chemie
- Klinische Neurophysiologie
- Klinische Pharmakologie
- Kognitive Neurologie
- Medizinische Informatik
- Medizinische Mikrobiologie
- Medizinische Statistik
- Molekulare Onkologie
- Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
- Nephrologie und Rheumatologie
- Neurochirurgie
- Neurologie
- Neuropathologie
- Nuklearmedizin
- Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin
- Palliativmedizin
- Pathologie
- Pharmakologie
- Präventive Zahnmedizin, Parodontologie und Kariologie
- Prothetik
- Psychiatrie und Psychotherapie
- Psychiatrie und Psychotherapie - Schwerpunktprofessur Forensische Psychiatrie und Psychotherapie
- Psychiatrie und Psychotherapie - Schwerpunktprofessur Psychopathologie und Neuropsychologie
- Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
- Rechtsmedizin
- Strahlentherapie und Radioonkologie
- Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
- Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie - Schwerpunktprofessur Kinderherzchirurgie
- Transfusionsmedizin
- Unfallchirurgie und Orthopädie
- Unfallchirurgie und Orthopädie - Abteilung Orthopädie
- Unfallchirurgie und Orthopädie - Abteilung Unfallchirurgie, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie
- Urologie
- Virologie
- Zelluläre und Molekulare Immunologie
Geschichte
- 1390: Gründung des Hospitals St. Crusis am Geismartor[6]
- 1732: Gründung der Universität mit einer philosophischen, einer theologischen, einer juristischen und einer medizinischen Fakultät.
- 1752: Nach der Übernahme von St. Crusis als, im weitesten Sinne, erste Klinik der Universität erfolgte die Gründung, des so genannten „Accouchierhaus" in der heutigen Hospitalstraße. Dies stellte die erste akademische Entbindungsanstalt in Deutschland dar.
- 1781: Gründung des „Wundärztlichen Hospitals" durch August Gottlieb Richter als erstes universitätseigenes Hospital.
- 1793: Umwandlung zum „Akademischen Hospital". Damit nahm das Hospital seine Rolle als erstes Lehrkrankenhaus für die medizinische Ausbildung wahr.
- 1809: Errichtung eines neuen Gebäudekomplexes in der Geiststraße für das „Institut für Chirurgie und Augenheilkunde".
- 1851: Einweihung des „Ernst-August-Hospitals". In diesem gelang es erstmals in der Geschichte Göttingens, alle damaligen medizinischen Fächer (Klinik für Innere Krankheiten, Chirurgische Klinik, Klinik für Sinneskranke, Klinik für Augen- und Ohrenkranke sowie das Pathologische Institut) in einem Gebäudekomplex zu integrieren.
- 1873: Auslagerung der Augenklinik in einen separaten Neubau in der Geistraße 12 (das Gebäude ist heute noch erhalten).
- 1891: Einzug der Chirurgischen Klinik in den Neubau in der Humboldtallee.
- 1896: Ausbau zu einem Gebäudekomplex, welcher sich über große Bereiche der Goßlerstraße und der Humboldtallee erstreckte. Es folgte daraus die Gründung der „Vereinigten Kliniken Göttingens". In den folgenden Jahren zogen die teils neuen medizinischen Disziplinen in die neuen Gebäude ein.
- 1906: Eröffnung der neuen Augenklinik.
- 1907: Einweihung des neuen Instituts für gerichtliche Medizin und die neue Nervenklinik.
- 1911: Eröffnung der Kinderklinik in der Humboldtallee (Heute das Gebäude der Abteilung „Ethik und Geschichte der Medizin")
- 1926: Gründung der „Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten".
- 1930: Eröffnung der Hautklinik am Steinsgraben.
- 1956: Umzug der psychiatrischen Klinik in die Von-Siebold-Straße.
- 1959: Umzug der Hautklinik in die Von-Siebold-Straße.
- 1969: Start des ersten Bauabschnitt des Zentralklinikums an der Robert-Koch-Straße. Der Rohbau war bereits nach zwei Jahren abgeschlossen.
- 1976: Beginn des Einzugs.
- 1980: Die wichtigsten Teilkliniken waren bereits eingezogen, das Göttinger Universitätsklinikum wurde Hubschrauberstandort und die Bauarbeiten am 2. Bauabschnitt begannen.
- 1986: Einzug von Kinder-, Frauen- und HNO-Klinik als einer der letzten Abteilungen.
- 1998: Eröffnung der Kinderkardiologie.
- 1991: Einweihung des ersten Kernspintomographen. Weitere folgten in den Jahren 1996 und 2003.
- 1996: Eröffnung einer eigenen Feuerwache.
Siehe auch
Weblinks
- Homepage der Klinik
- Neubau des Uni-Klinikums ist Schlüsselprojekt für Medizin-Landschaft (Hessische/Niedersächsische Allgemeine am 5. Februar 2014)
- DRF - Christoph 44
Einzelnachweise
- ↑ Vorstandsseite der UMG
- ↑ a b Universitätsklinikum: Über uns. Abgerufen am 9. Februar 2014.
- ↑ UMG - Über uns - Medizinische Fakultät , abgerufen am 1. Oktober 2015.
- ↑ Akademische Lehrkrankenhäuser Seite der Universitätsmedizin Göttingen
- ↑ Kliniken der Universitätsmedizin Göttingen
- ↑ Die Geschichte der Universitätskliniken Göttingens, abgerufen am 9. Februar 2014.
Baden-Württemberg: Universitätsklinikum Freiburg • Universitätsklinikum Heidelberg • Universitätsklinikum Mannheim • Universitätsklinikum Tübingen • Universitätsklinikum Ulm. Bayern: Universitätsklinikum Augsburg • Universitätsklinikum Erlangen • LMU Klinikum • Klinikum rechts der Isar • Universitätsklinikum Regensburg • Universitätsklinikum Würzburg. Berlin: Charité mit Rudolf-Virchow-Krankenhaus und Universitätsklinikum Benjamin Franklin. Brandenburg: Immanuel Klinikum Bernau • Immanuel Klinik Rüdersdorf • Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel • Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg. Hamburg: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Hessen: Universitätsklinikum Frankfurt • Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Mecklenburg-Vorpommern: Universitätsmedizin Greifswald • Universitätsmedizin Rostock. Niedersachsen: Universitätsmedizin Göttingen • Klinikum der Medizinischen Hochschule Hannover; Universitätsmedizin Oldenburg mit Klinikum Oldenburg, Pius-Hospital und Evangelisches Krankenhaus. Nordrhein-Westfalen: Universitätsklinikum Aachen • Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum • Universitätsklinikum Bonn • Universitätsklinikum Düsseldorf • Universitätsklinikum Essen • Universitätsklinikum Köln • Universitätsklinikum Münster • Universitätsklinikum OWL • Krankenhaus Köln-Merheim (Witten/Herdecke). Rheinland-Pfalz: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Saarland: Universitätsklinikum des Saarlandes. Sachsen: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden • Universitätsklinikum Leipzig • Herzzentrum Leipzig. Sachsen-Anhalt: Universitätsklinikum Halle (Saale) • Universitätsklinikum Magdeburg. Schleswig-Holstein: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Kiel und Lübeck). Thüringen: Universitätsklinikum Jena.