Granulom

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Datei:Infektionsgranulom.gif
Infektiöses Granulom der Hand durch Mycobacterium marinum eines Mitarbeiters in einer Tropenfischhandlung (Quelle: cdc.gov)

Unter einem Granulom versteht man eine entzündungsbedingte, knotenartige Gewebeneubildung aus Epitheloidzellen, mononukleären Zellen oder Riesenzellen. Es entsteht meist als Reaktion auf chronische, allergische oder infektiöse Prozesse, die im menschlichen Körper ablaufen.

Granulome können in der Pathologie anhand der Größe und ihres histologischen Aufbaus charakterisiert werden und somit für die Diagnosefindung der zugrundeliegenenden Krankheit beitragen. Unter anderem können Granulome bei folgenden Erkrankungen auftreten (unvollständig):

allergisches Granulom

Zellvermittelte Überempfindlichkeitsreaktion bei Typ IV der Allergie, Berylliose

infektiöses Granulom

Rheumatisches Fieber, Tuberkulose, Lepra, Syphilis, Leishmaniose, Listeriose, Mykose, Aktinomykose, Schistosomiasis

nichtinfektiöses Granulom

Sarkoidose, Lymphogranulomatose, Morbus Crohn, Zahnfleischepulis, Fremdkörper (chirurgisches Nahtmaterial, anorganische Substanzen)

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