Im späten 14. Jahrhundert entstand um die Stadt [[Łańcut]] eine geschlossene deutsche Sprachinsel (später [[Walddeutsche]] genannt, die bis zum 18. Jahrhundert [[Polonisierung|polnischsprachig wurden]]), von etwa zehn Dörfern, darunter auch das Dorf ''Schonerwalt''. Der Name wurde im Jahr 1384 einmal urkundlich erwähnt und die Identifikation mit dem späteren Dorf Sanyna, Szanyna, heute Sonina ist ziemlich wahrscheinlich.<ref name="b">Wojciech Blajer: ''Uwagi o stanie badań nad enklawami średniowiecznego osadnictwa niemieckiego między Wisłoką i Sanem'' [Bemerkungen zum Stand der Forschungen über die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San], [in:] ''Późne średniowiecze w Karpatach polskich'', Rzeszów 2007, S. 77.</ref> Der ursprüngliche deutsche Ortsname ''Schöner-wald'' wurde zum polnischen ''Sanina'' > ''Sonina'' durch die Änderung schon- auf san-/son- nach dem Muster der Ortsnamen mit der Silbe -in-,<ref name=rymut>{{Literatur |Autor=[[Kazimierz Rymut]], Barbara Czopek-Kopciuch |Titel=Nazwy miejscowe Polski: historia, pochodzenie, zmiany |Verlag=[[Polska Akademia Nauk]]. Instytut Języka Polskiego |Ort=Kraków |Datum=2018 |Band=15 (So–Stą) |Seiten=72 |Sprache=pl |Online=[https://rcin.org.pl/ijp/dlibra/publication/272902/edition/236243/content online]}}</ref> nach Makarski topographischer Herkunft aus dem *Sanina abgeleitet (*san- bzw. *se(-o)u in den Flussnamen, wo es ''fließen'' und ''Feuchte'' bezeichnet). Es gibt auch eine Interpretation, in dem der besitzanzeigende Ortsname vom Personennamen ''Sań'' abgeleitet ist.<ref name=makarski>{{Literatur|Autor=Władysław Makarski|Titel=Nazwy miejscowości dawnej ziemi przemyskiej [Die Namen der Ortschaften des ehemaligen Przemyśler Landes]|Ort=Lublin|Verlag=Towarzystwo Naukowe Katolickiego Uniwersytetu Lubelskiego Jana Pawła II|Datum=1999|Seiten=250|ISBN=83-87703-72-9|Sprache=pl}}</ref> Außer dem Namen hinterließ die vermutliche deutsche Ansiedlung keine Spuren in (削除) der (削除ここまで) Quellen, wie in den anderen benachbarten Dörfern. Das Dorf gehörte zur Pfarrei in Łańcut, was die Polonisierung beschleunigen konnte.<ref>Wojciech Blajer: ''Uwagi o stanie badań nad enklawami średniowiecznego osadnictwa niemieckiego między Wisłoką i Sanem'' [Bemerkungen zum Stand der Forschungen über die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San], [in:] ''Późne średniowiecze w Karpatach polskich'', Rzeszów 2007, S. 76.</ref>
Im späten 14. Jahrhundert entstand um die Stadt [[Łańcut]] eine geschlossene deutsche Sprachinsel (später [[Walddeutsche]] genannt, die bis zum 18. Jahrhundert [[Polonisierung|polnischsprachig wurden]]), von etwa zehn Dörfern, darunter auch das Dorf ''Schonerwalt''. Der Name wurde im Jahr 1384 einmal urkundlich erwähnt und die Identifikation mit dem späteren Dorf Sanyna, Szanyna, heute Sonina ist ziemlich wahrscheinlich.<ref name="b">Wojciech Blajer: ''Uwagi o stanie badań nad enklawami średniowiecznego osadnictwa niemieckiego między Wisłoką i Sanem'' [Bemerkungen zum Stand der Forschungen über die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San], [in:] ''Późne średniowiecze w Karpatach polskich'', Rzeszów 2007, S. 77.</ref> Der ursprüngliche deutsche Ortsname ''Schöner-wald'' wurde zum polnischen ''Sanina'' > ''Sonina'' durch die Änderung schon- auf san-/son- nach dem Muster der Ortsnamen mit der Silbe -in-,<ref name=rymut>{{Literatur |Autor=[[Kazimierz Rymut]], Barbara Czopek-Kopciuch |Titel=Nazwy miejscowe Polski: historia, pochodzenie, zmiany |Verlag=[[Polska Akademia Nauk]]. Instytut Języka Polskiego |Ort=Kraków |Datum=2018 |Band=15 (So–Stą) |Seiten=72 |Sprache=pl |Online=[https://rcin.org.pl/ijp/dlibra/publication/272902/edition/236243/content online]}}</ref> nach Makarski topographischer Herkunft aus dem *Sanina abgeleitet (*san- bzw. *se(-o)u in den Flussnamen, wo es ''fließen'' und ''Feuchte'' bezeichnet). Es gibt auch eine Interpretation, in dem der besitzanzeigende Ortsname vom Personennamen ''Sań'' abgeleitet ist.<ref name=makarski>{{Literatur|Autor=Władysław Makarski|Titel=Nazwy miejscowości dawnej ziemi przemyskiej [Die Namen der Ortschaften des ehemaligen Przemyśler Landes]|Ort=Lublin|Verlag=Towarzystwo Naukowe Katolickiego Uniwersytetu Lubelskiego Jana Pawła II|Datum=1999|Seiten=250|ISBN=83-87703-72-9|Sprache=pl}}</ref> Außer dem Namen hinterließ die vermutliche deutsche Ansiedlung keine Spuren in (追記) den (追記ここまで) Quellen, wie in den anderen benachbarten Dörfern. Das Dorf gehörte zur Pfarrei in Łańcut, was die Polonisierung beschleunigen konnte.<ref>Wojciech Blajer: ''Uwagi o stanie badań nad enklawami średniowiecznego osadnictwa niemieckiego między Wisłoką i Sanem'' [Bemerkungen zum Stand der Forschungen über die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San], [in:] ''Późne średniowiecze w Karpatach polskich'', Rzeszów 2007, S. 76.</ref>
Bei der [[Teilungen Polens|Ersten Teilung Polens]] kam Sonina 1772 zum neuen Königreich [[Galizien und Lodomerien]] des [[Kaisertum Österreich|habsburgischen Kaiserreichs]] (ab 1804). Nach der Aufhebung der [[Grundherrschaft|Patrimonialherrschaft]] mit [[Leibeigenschaft]] bildete es ab 1850 eine Gemeinde im [[Bezirk Łańcut|Bezirk und Gerichtsbezirk Łańcut]].
Bei der [[Teilungen Polens|Ersten Teilung Polens]] kam Sonina 1772 zum neuen Königreich [[Galizien und Lodomerien]] des [[Kaisertum Österreich|habsburgischen Kaiserreichs]] (ab 1804). Nach der Aufhebung der [[Grundherrschaft|Patrimonialherrschaft]] mit [[Leibeigenschaft]] bildete es ab 1850 eine Gemeinde im [[Bezirk Łańcut|Bezirk und Gerichtsbezirk Łańcut]].
Im späten 14. Jahrhundert entstand um die Stadt Łańcut eine geschlossene deutsche Sprachinsel (später Walddeutsche genannt, die bis zum 18. Jahrhundert polnischsprachig wurden), von etwa zehn Dörfern, darunter auch das Dorf Schonerwalt. Der Name wurde im Jahr 1384 einmal urkundlich erwähnt und die Identifikation mit dem späteren Dorf Sanyna, Szanyna, heute Sonina ist ziemlich wahrscheinlich.[1] Der ursprüngliche deutsche Ortsname Schöner-wald wurde zum polnischen Sanina > Sonina durch die Änderung schon- auf san-/son- nach dem Muster der Ortsnamen mit der Silbe -in-,[2] nach Makarski topographischer Herkunft aus dem *Sanina abgeleitet (*san- bzw. *se(-o)u in den Flussnamen, wo es fließen und Feuchte bezeichnet). Es gibt auch eine Interpretation, in dem der besitzanzeigende Ortsname vom Personennamen Sań abgeleitet ist.[3] Außer dem Namen hinterließ die vermutliche deutsche Ansiedlung keine Spuren in den Quellen, wie in den anderen benachbarten Dörfern. Das Dorf gehörte zur Pfarrei in Łańcut, was die Polonisierung beschleunigen konnte.[4]
1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam der Ort zu Polen. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
↑Wojciech Blajer: Uwagi o stanie badań nad enklawami średniowiecznego osadnictwa niemieckiego między Wisłoką i Sanem [Bemerkungen zum Stand der Forschungen über die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San], [in:] Późne średniowiecze w Karpatach polskich, Rzeszów 2007, S. 77.
↑Kazimierz Rymut, Barbara Czopek-Kopciuch: Nazwy miejscowe Polski: historia, pochodzenie, zmiany. 15 (So–Stą). Polska Akademia Nauk. Instytut Języka Polskiego, Kraków 2018, S.72 (polnisch, online).
↑Władysław Makarski: Nazwy miejscowości dawnej ziemi przemyskiej [Die Namen der Ortschaften des ehemaligen Przemyśler Landes]. Towarzystwo Naukowe Katolickiego Uniwersytetu Lubelskiego Jana Pawła II, Lublin 1999, ISBN 83-8770372-9, S.250 (polnisch).
↑Wojciech Blajer: Uwagi o stanie badań nad enklawami średniowiecznego osadnictwa niemieckiego między Wisłoką i Sanem [Bemerkungen zum Stand der Forschungen über die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San], [in:] Późne średniowiecze w Karpatach polskich, Rzeszów 2007, S. 76.