„Halitplatz" – Versionsunterschied
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Halitplatz | |
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Platz in Kassel | |
Basisdaten | |
Ort | Kassel |
Ortsteil | Nord-Holland |
Der Halitplatz (bis 2012 Henner-Piffendeckel-Platz) ist ein Platz im Zentrum der hessischen Stadt Kassel.
Namenspatrone
Benannt wurde der Platz zunächst nach Philipp Scheidemanns schriftstellerischen Pseudonym Henner Piffendeckel. Am 1. Oktober 2012 wurde er nach Halit Yozgat (1985–2006), der am 6. April 2006 als eines von acht Opfern der Neonazi-Mordserie 2000 bis 2006 in der Nähe des Platzes in der Holländischen Straße 82 mutmaßlich durch Mitglieder der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund in seinem Internetcafé erschossen wurde, umbenannt. Auf dem Platz erinnert zudem ein Gedenkstein an das Opfer.
Lage
Der Platz liegt im Stadtteil Nord-Holland an der Ecke Holländische Straße / Mombachstraße gegenüber dem Philipp-Scheidemann-Haus. Er befindet sich zudem direkt an den gemeinsam genutzten Bundesstraßen 7 und 83.
Geschichte
Der ursprüngliche Name Henner-Piffendeckel-Platz bezieht sich auf das Pseudonym, unter dem Philipp Scheidemann Erzählungen im Kasseler Dialekt verfasste. Die Umbenennung des Platzes im Jahr 2012 geht auf einen Vorschlag von Halit Yozgats Vater Ismail zurück, der in einer Rede auf der zentralen Gedenkfeier für die Neonazi-Terroropfer im Februar 2012 in Berlin den Wunsch äußerte, die Holländische Straße nach seinem Sohn zu benennen. Die Stadt einigte sich auf ein Areal an der Holländischen Straße. Die Benennung durch den Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen fand im Beisein der Eltern des Opfers, des hessischen Justizministers Jörg-Uwe Hahn sowie des türkischen Botschafters in der Bundesrepublik Hüseyin Avni Karslioglu statt. Bei der Gedenkfeier wurde ein Grußwort von Bundespräsident Joachim Gauck verlesen.
Weblinks
- Halitplatz erinnert an NSU-Opfer, hr-online.de, 1. Oktober 2012.
- Platz in Kassel nach Opfer der NSU-Mordserie benannt, in: Frankfurter Neue Presse, 1. Oktober 2012.
51.3267339.499665Koordinaten: 51° 19′ 36,2′′ N, 9° 29′ 58,8′′ O