Newsinternational Dienstag, 14.04.2026 | Drucken

Deutschland und EU diesmal dabei

„Unacceptable Aggressive Behavior" – 70 Nationen verurteilen Israels Angriffe auf UN-Friedenstruppen - Dramatisches Video hier

Ein dramatisches Video einer gemeinsamen Erklärung von rund 70 Nationen - hier zu sehen - geht derzeit viral. Angesichts der eskalierten Spannungen im Libanon seit dem 2. März 2026 haben die truppenstellenden Länder der UN-Interimstruppe im Libanon (UNIFIL) gemeinsam mit zahlreichen weiteren Staaten und der Europäischen Union eine unmissverständliche Stellungnahme veröffentlicht. Sie verurteilen die tödlichen Angriffe auf Friedenssoldaten – darunter die Tötung von drei indonesischen Peacekeepern – aufs Schärfste und sprechen von „unacceptable aggressive behavior". Die Erklärung fordert Rechenschaft, besseren Schutz und eine sofortige Deeskalation. Die Botschaft ist klar: Die internationale Gemeinschaft duldet keine Angriffe auf UN-Friedenstruppen mehr. In einer eindringlichen Ansprache verlas ein Vertreter die Erklärung im Namen einer breiten Allianz. Die Liste der Unterzeichner umfasst unter anderem Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China, Russland, die Türkei, Pakistan, Indonesien sowie die EU – ein beeindruckendes Zeichen der Einigkeit. Die Staaten verurteilen „auf das Schärfste die anhaltenden Angriffe auf die UNIFIL, einschließlich der jüngsten schweren Angriffe, bei denen drei indonesische Friedenstruppen ums Leben kamen und mehrere weitere Friedenstruppen aus Frankreich, Ghana, Indonesien, Nepal und Polen verletzt wurden." Besonders scharf wird das „inakzeptable aggressive Verhalten" gegenüber dem Personal der UNIFIL angeprangert – jene Formulierung, die weltweit für virale Verbreitung sorgt. Die Unterzeichner erinnern daran, dass Friedenssoldaten niemals Ziel von Angriffen sein dürfen. Solche Angriffe sind völkerrechtswidrig und können ein Kriegsverbrechen darstellen. Die Sicherheit der UN-Friedenstruppen sei „nicht verhandelbar". Die Staaten fordern den UN-Generalsekretär und den Sicherheitsrat auf, „alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um den Schutz der UN-Friedenstruppen zu stärken". Zugleich wird die dramatische humanitäre Lage im Libanon thematisiert: mehr als eine Million Vertriebene, massive Zerstörung ziviler Infrastruktur und zahlreiche zivile Opfer. Die Konfliktparteien werden aufgefordert, zur Waffenruhe von 2024 zurückzukehren und die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates zu respektieren. Die Erklärung ist mehr als eine diplomatische Note – sie ist ein kollektiver Aufschrei. Die virale Verbreitung zeigt: Die Welt schaut nicht länger weg. Ob die starken Worte nun zu konkreten Maßnahmen führen, werden die kommenden Tage zeigen. Doch eines ist bereits klar: „Unacceptable aggressive behavior" ist nicht länger hinnehmbar.




Diesen Artikel weiterempfehlen:

Anzeige

Hintergrund/Debatte

Zum Tod von Gerhard Abdulqadir Schabel - Ein Nachruf von Aiman A. Mazyek
...mehr

Muhammad Sameer Murtaza: „Palästina, 1896 – Nakba, Gaza und der verdrängte Diskurs in Deutschland - Aiman Mayzek bespricht sein neustes Buch
...mehr

Jung, vielfältig, politisch einflussreich: Wie sich die muslimische Bevölkerung Großbritanniens verändert
...mehr

Deutsche Industrie verliert bei Patenten den Anschluss
...mehr

Krieg als Geschäftsmodell: Warum die Bankierslogik scheitert – Eine ökonomische Analyse
...mehr

Alle Debattenbeiträge...

Die Pilgerfahrt

Die Pilgerfahrt (Hadj) - exklusive Zusammenstellung Dr. Nadeem Elyas

88 Seiten mit Bildern, Hadithen, Quran Zitaten und Erläuterungen

Termine

Islamische Feiertage
Islamische Feiertage 2019 - 2027

Tv-Tipps
aktuelle Tipps zum TV-Programm

Gebetszeiten
Die Gebetszeiten zu Ihrer Stadt im Jahresplan

Der Koran – 1400 Jahre, aktuell und mitten im Leben

Marwa El-Sherbini: 1977 bis 2009

AltStyle によって変換されたページ (->オリジナル) /