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FAQ — Flashen, WLAN, Einbindung (FHEM / Homegear / RaspberryMatic) #2

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tostmann asked this question in Q&A
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Häufige Fragen rund um Flashen, WLAN-Einrichtung und die Einbindung in FHEM / Homegear / RaspberryMatic. Ergänzungen gerne als Kommentar oder eigene Q&A-Frage.


1. Wie flashe ich RFNETHM?

Drei Wege, von einfach nach Source-Build:

  • Webflasher (empfohlen): install.busware.de/rfnethm im Browser öffnen, ESP32-S3 per USB anstecken, Connect. Funktioniert in Chrome / Edge / Opera (Web-Serial-API) — kein lokaler Build, keine PlatformIO-Installation.
  • CLI mit fertigem Image: factory_rfnethm_esp32s3.bin per esptool.py auf Offset 0x0 schreiben (ESP32-S3 im Download-Mode: BOOT halten, RESET kurz, BOOT los).
  • Source-Build: pio run -e rfnethm -t upload.

2. Welche Hardware brauche ich?

  • Ein ESP32-S3-Devkit mit nativem USB-OTG-PHY (z. B. YD-ESP32-S3 V1.4) und Pin-Header für den HM-Modul-Slot.
  • Eine Funk-Variante:
    • HmIP-RFUSB-Stick (eq-3-Original, USB) am USB-Host, oder
    • RPI-RF-MOD am 40-Pin-Header — braucht 5 V auf Header-Pin 2/4 (eigener On-Board-LDO, kein 3V3-Pfad), oder
    • HM-MOD-RPI-PCB am Header — 3,3 V auf Pin 1 reicht.
  • 5 V / ~200 mA Versorgung. Verkabelung am Devkit: siehe docs/breadboard_wiring.md.

3. Wie bringe ich das WLAN rein?

  • Improv-Serial: Browser auf improv-wifi.com, ESP über die Console-USB-Buchse verbinden, Zugangsdaten eingeben.
  • Captive-AP-Fallback: erscheint nach ~30 s ohne gespeichertes WLAN als Access-Point RFNetHM XXXX. Handy verbindet sich, jede HTTP-Anfrage landet automatisch im Setup-Formular.

4. Wie komme ich ins WebUI?

http://rfnethm.local/ (Kurz-Alias für den Normalfall mit einem Stick im Netz) oder http://rfnethm-XXXX.local/ (XXXX = letzte 4 Hex-Stellen der MAC, eindeutiger Pfad bei mehreren Geräten). Das Dashboard zeigt Sources, Sinks, System-Status, Live-Log, OTA-Update und WLAN-Setup.

5. Welche Netzwerk-Ports macht das Gerät auf?

Port Format Wofür
UDP 3008 HB-RF-ETH hb_rf_eth.ko/dev/raw-uart (piVCCU / RaspberryMatic)
TCP 2330 HMUARTLGW FHEM CUL_HM, Homegear, alles was eine HM-MOD-RPI-PCB-Bridge erwartet
TCP 2329 Raw-Bytestream eigene Tools, Reverse-Engineering
HTTP 80 WebUI + REST Status, OTA, WLAN-Setup
mDNS _raw-uart._udp:3008 Auto-Discovery

Alle Ports sind gleichzeitig offen.

6. Wie binde ich es in FHEM ein?

define hmusb HMUARTLGW rfnethm-XXXX.local:2330

7. Wie binde ich es in RaspberryMatic / OpenCCU / piVCCU ein?

In System-Optionen → Erweiterte Einstellungen die IP-Adresse (oder rfnethm-XXXX.local) in das Feld „IP-Adresse (HB-RF-ETH)" eintragen und speichern. RaspberryMatic lädt dann den hb_rf_eth.ko-Pfad neu; der Stick erscheint als lokales /dev/raw-uart.

8. Kann ich mehrere Clients gleichzeitig nutzen?

Ja. Eingehende Funk-Frames werden an alle verbundenen Clients gespiegelt. Das Senden ist mit einem TX-Master-Soft-Lock gegen Mehrfach-Schreiber abgesichert: der erste Sender bekommt den Stick für 5 s, danach übernimmt der nächste — per WebUI festpinnbar.

9. Wie aktualisiere ich die Firmware?

Über das WebUI (OTA): neue firmware_rfnethm_esp32s3.bin hochladen, Reboot. Das Gerät meldet selbst per Navbar-Badge, wenn auf dem Webflasher eine neuere Version liegt. NVS und WLAN-Zugangsdaten bleiben erhalten.

10. Ist das ein 1:1-Ersatz für den HmIP-RFUSB am USB-Port von RaspberryMatic?

Nein. Der USB-Klon-Pfad ist via ECDSA gesperrt (bewusste Design-Entscheidung des hb_rf_usb-Treibers, wird respektiert). RFNETHM gibt sich stattdessen als Netzwerk-Gerät (hb_rf_eth) bzw. als HMUARTLGW-Bridge aus — nicht als USB-Stick.

11. Geht das auch über Ethernet?

Aktuell WLAN. Eine kabelgebundene Anbindung (W5500) kommt mit dem geplanten eigenen PCB — Hintergrund in docs/ethernet_addition.md.

12. Ich brauche nur Klassik-Homematic (BidCoS / AskSinPP), kein HmIP — passt das?

Dann ist ein CUL / COC der bessere Match. RFNETHM ist auf den eq-3-Funk-Stick als Frontend ausgelegt; die Funk-Logik bleibt komplett downstream im Server-Stack.

13. Mein HmIP-RFUSB wird nicht erkannt — im Log läuft open 1B1F:C020 ... ESP_ERR_NOT_FOUND in einer Schleife. Woran liegt das?

ESP_ERR_NOT_FOUND heißt: am USB-Host-Bus ist gerade kein Gerät mit dieser VID:PID angemeldet — der ESP ist gesund, er sieht nur keinen Stick. Häufigste Ursache: am nativen USB-OTG-Port liegt kein 5 V (VBUS) für den Stick an. Die 5 V sind bei den meisten S3-Boards am nativen Port nämlich nicht automatisch aktiv.

  • DIY-/Nachbau-S3-Boards (u. a. das Referenzboard YD-ESP32-S3 V1.4): auf der Platinenrückseite sitzt ein VBUS-/5V-Lötjumper, der ab Werk offen ist. Schließen → dann liegt 5 V am OTG-Port an. Genau das war die Ursache eines gemeldeten NOT_FOUND-Loops mit einem DevKitC-1-N16R8 (siehe Discussion ESP32-S3 DevKitC-1 N16R8 statt ESP32-S3-WROOM-1-N16R2 möglich? #4 ).
  • Originales Espressif-DevKitC-1: gibt am nativen USB-Port laut Espressif gar kein 5 V nach außen und hat keine solche Brücke → die 5 V extern zuführen (OTG-Y-Kabel mit Einspeisung oder aktiver USB-Hub mit eigenem Netzteil).
  • Schnelltest: Bekommt der Stick Strom (Power-LED am Stick)? Wenn nein → VBUS-/Versorgungsproblem, nicht das Board. Die Flash-/PSRAM-Variante (N16R8 vs N16R2) ist nie die Ursache — die USB-Host-Datenpins liegen fix auf GPIO19 (D−) / GPIO20 (D+).
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