Die PGA Tour Champions ist eine nordamerikanische Turnierserie für professionelle Golfspieler ab dem Alter von 50 Jahren, die von der PGA Tour betreut wird und jährlich etwa 30 Turniere abhält.
Diese Senioren-Tour entstand aus einem überaus erfolgreichen Event im Jahre 1978, der Legends of Golf, in dem Zweimann-Teams, gebildet aus berühmten Golfern vergangener Tage, gegeneinander antraten. Ursprünglich hieß die Turnierserie Senior PGA Tour, ab 2002 dann Champions Tour, bevor sie 2016 die jetzige Bezeichnung erhielt. Nach Erreichen der notwendigen Altersgrenze haben hier schon einige der besten Berufsgolfer aller Zeiten, wie Arnold Palmer, Jack Nicklaus und Gary Player, sowie eine Vielzahl an ehemaligen, mehrfachen Majors-Siegern mitgespielt bzw. sind wie Bernhard Langer aktive Teilnehmer. Der Name der Tour hat also seine Berechtigung.
In der Saison 2007 fanden alle Events mit Ausnahme der Senior British Open in den USA statt. Das garantierte Preisgeld belief sich auf insgesamt 54,1 Mio. US,ドル das sind ca. 20 % des in der PGA Tour ausgeschütteten Preisgeldes und in etwa so viel wie jenes der Damentour (LPGA Tour). Für 2008 wurde ein zusätzliches Turnier in der Dominikanischen Republik aufgenommen, das garantierte Preisgeld für die dann 29 Veranstaltungen belief sich auf 55,2 Mio. US$.
2014 gab es 26 Turniere mit einem Gesamtpreisgeld von 51,7 Mio. US,ドル die außer zwei Turnieren in Kanada und der Senior British Open in den USA gespielt wurden.
Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die Saison 2020 Mitte März unterbrochen. Die für die Folgemonate angesetzten Turniere wurden abgesagt oder auf einen späteren Termin verschoben. Am 14. Mai 2020 gab die Tourleitung bekannt, dass die Turniere der Jahre 2020 und 2021 zu einer Saison zusammengefasst wurden. Eine Saisonwertung gab es daher erst wieder Ende 2021. Der Spielbetrieb wurde mit The Ally Challenge at Warwick Hills in Grand Blanc, Michigan, am 31. Juli 2020 fortgesetzt.[1]
Die meisten Turniere werden über drei Runden (54 Löcher) ausgespielt, eine Runde weniger als bei den üblichen Zählwettspiel-Veranstaltungen von Berufsgolfern. Deshalb gibt es üblicherweise auch keinen Cut. Bei den fünf Senior Major Championships geht es allerdings über vier Runden, was den tatsächlich stärksten Spielern eine bessere Siegchance verschafft. Weiter ist es den Teilnehmern erlaubt, bei den meisten Turnieren ein Golfmobil zu verwenden, wobei auch hier die Senior Majors und einige andere Events, wie Pro-Ams, ausgenommen sind. Das ist sonst bei regulären Profiturnieren strikt untersagt.
- Senior PGA Championship (erstmals 1937; Champions Tour Major seit 1980)
- U.S. Senior Open (Champions Tour Major seit Erstaustragung 1980)
- Senior Players Championship (Champions Tour Major seit Erstaustragung 1983)
- The Senior Open Championship (erstmals 1987; Champions Tour Major seit 2003)
- The Tradition (Champions Tour Major seit Erstaustragung 1989)
Jahr |
Gewinner |
Preisgeld (in US$) |
Meiste Siege
|
2022 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steven Alker |
3,544,425 |
4: Steven Alker, Padraig Harrington, Steve Stricker
|
2020/21 |
Deutschland Bernhard Langer |
3,255,499 |
4: Phil Mickelson
|
2019 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott McCarron |
2,534,090 |
3: Scott McCarron, Jerry Kelly
|
2018 |
Deutschland Bernhard Langer |
2,222,154 |
3: Paul Broadhurst, Vijay Singh, Steve Stricker
|
2017 |
Deutschland Bernhard Langer |
3,677,359 |
7: Bernhard Langer
|
2016 |
Deutschland Bernhard Langer |
3,016,959 |
4: Bernhard Langer
|
2015 |
Deutschland Bernhard Langer |
2,340,288 |
4: Jeff Maggert
|
2014 |
Deutschland Bernhard Langer |
3,074,189 |
5: Bernhard Langer
|
2013 |
Deutschland Bernhard Langer |
2,448,428 |
3: Kenny Perry
|
2012 |
Deutschland Bernhard Langer |
2,140,296 |
2: Michael Allen, Roger Chapman, Fred Couples, David Frost, Fred Funk, Bernhard Langer, Tom Lehman, Willie Wood
|
2011 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Lehman |
2,081,526 |
3: Tom Lehman, John Cook
|
2010 |
Deutschland Bernhard Langer |
2,648,939 |
5: Bernhard Langer
|
2009 |
Deutschland Bernhard Langer |
2,139,451 |
4: Bernhard Langer
|
2008 |
Deutschland Bernhard Langer |
2,035,073 |
3: Bernhard Langer, Eduardo Romero
|
2007 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jay Haas |
2,581,001 |
4: Jay Haas
|
2006 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jay Haas |
2,420,227 |
4: Jay Haas, Loren Roberts
|
2005 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dana Quigley |
2,170,258 |
4: Hale Irwin
|
2004 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Craig Stadler |
2,306,066 |
5: Craig Stadler
|
2003 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Watson |
1,853,108 |
3: Craig Stadler
|
2002 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hale Irwin |
3,028,304 |
4: Bob Gilder, Hale Irwin
|
2001 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Allen Doyle |
2,553,582 |
5: Larry Nelson
|
2000 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Larry Nelson |
2,708,005 |
6: Larry Nelson
|
1999 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bruce Fleisher |
2,515,705 |
7: Bruce Fleisher
|
1998 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hale Irwin |
2,861,945 |
7: Hale Irwin
|
1997 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hale Irwin |
2,343,364 |
9: Hale Irwin
|
1996 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jim Colbert |
1,627,890 |
5: Jim Colbert
|
1995 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jim Colbert |
1,444,386 |
4: Jim Colbert, Bob Murphy
|
1994 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Stockton |
1,402,519 |
6: Lee Trevino
|
1993 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Stockton |
1,175,944 |
5: Dave Stockton
|
1992 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lee Trevino |
1,027,002 |
5: Lee Trevino
|
1991 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Hill |
1,065,657 |
5: Mike Hill
|
1990 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lee Trevino |
1,190,518 |
7: Lee Trevino
|
1989 |
Neuseeland Bob Charles |
725,887 |
5: Bob Charles
|
1988 |
Neuseeland Bob Charles |
533,929 |
5: Bob Charles, Gary Player
|
1987 |
Puerto Rico Chi Chi Rodriguez |
509,145 |
7: Chi Chi Rodriguez
|
1986 |
AustralienAustralien Bruce Crampton |
454,299 |
7: Bruce Crampton
|
1985 |
AustralienAustralien Peter Thomson |
386,724 |
9: Peter Thomson
|
1984 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Don January |
328,597 |
4: Miller Barber
|
1983 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Don January |
237,571 |
6: Don January
|
1982 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miller Barber |
106,890 |
3: Miller Barber
|
1981 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miller Barber |
83,136 |
3: Miller Barber
|
1980 |
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Don January |
44,100 |
1: Roberto DeVicenzo, Don January, Arnold Palmer, Charlie Sifford
|
- ↑ Mitteilung der PGA Tour Champions vom 14. Mai 2020