Methyltestosteron
Strukturformel | |
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Strukturformel von Methyltestosteron | |
Allgemeines | |
Freiname | Methyltestosteron |
Andere Namen |
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Summenformel | C20H30O2 |
Kurzbeschreibung |
hellgelbes Pulver[1] |
Externe Identifikatoren/Datenbanken | |
EG-Nummer
200-366-3
ECHA-InfoCard
100.000.333
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Arzneistoffangaben | |
ATC-Code | |
Eigenschaften | |
Molare Masse | 302,45 g·mol −1 |
Aggregatzustand |
fest |
Schmelzpunkt | |
Sicherheitshinweise | |
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
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H- und P-Sätze | H: 350‐361 |
P: 201‐308+313 [1] |
Methyltestosteron ist ein synthetisch hergestellter Arzneistoff aus der Gruppe der anabolen Steroide (Xenoandrogen) und ist ein Abkömmling (Derivat) des physiologisch vorkommenden Sexualhormons Testosteron.
Das 17α-alkylierte Steroid gehört zu den ersten oral einnehmbaren Steroiden überhaupt und hat wie Oxymetholon und Metandienon eine stark anabole und androgene Wirkung. Nach der Einnahme vermag es in 17-Methylestradiol zu konvertieren, wobei die Aromatisierungsrate etwa 13–16 mal so hoch ist wie die des Testosterons. 17-Methylestradiol weist eine besonders stark östrogene Wirkung auf.
Zu den nennenswerten Nebenwirkungen zählen: Kopfhaarausfall, starke Akne, starke Belastung der Leber, starke Gewichtszunahme (in der Regel 90 % hiervon Wasser und Fett). Bei längerer Einnahme besteht zunehmend das Risiko einer Gynäkomastie. Eine weitere schwere Nebenwirkung ist die starke Wirkung auf die Psyche (Depressionen, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Veränderung der Libido,[2] gesteigerte Aggressivität und Gewaltbereitschaft).
Medizinisch ist Methyltestosteron in injizierbarer Darreichung angezeigt zur Behandlung der Unterfunktion der Keimdrüsen beim Mann (Hypogonadismus),[2] hat aber aufgrund starker Nebenwirkungen keine große medizinische Bedeutung mehr.
Missbrauch im Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Methyltestosteron gilt als Dopingmittel und wird besonders von Boxern, Kraftsportlern und Ringern eingesetzt. Die Wirkung setzt rasch ein.[3]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- ↑ a b c d e Datenblatt 17α-Methyltestosterone bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 9. November 2021 (PDF).
- ↑ a b Fachinformation Sustanon 100 mg/ml. N.V. Organon, Mai 2011.
- ↑ D. Sinner: Das Schwarze Buch - Anabole Steroide. BMS-Verlag, Gronau 2007, ISBN 978-3-00-020944-4, S. 333–334.