Huisheim
Huisheim (schwäbisch: Huisi) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Nördlich des Ortes fließt der Angergraben vorbei, ein Zufluss der Wörnitz. Städte in der Nähe sind Wemding in 6 km Entfernung, Donauwörth (13 km) und Nördlingen (16 km).
Es gibt 16 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2] [3]
- Angermühle (Weiler)
- Frühlingsmühle (Einöde)
- Gosheim (Pfarrdorf)
- Haunzenmühle (Einöde)
- Herbermühle (Einöde)
- Huisheim (Pfarrdorf)
- Kriegsstatthof (Einöde)
- Lommersheim (Weiler)
- Markhof (Einöde)
- Mathesmühle (Einöde)
- Mittelmühle (Einöde)
- Pflegermühle (Weiler)
- Schwalbmühle (Einöde)
- Stadelmühle (Einöde)
- Stoffelmühle (Einöde)
- Ziegelhof (Einöde)
Es gibt die Gemarkungen Huisheim, Gosheim und Lommersheim.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Bis zur Gemeindegründung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Im 15./16. Jahrhundert unterstand der Ort dem Oberamt Alerheim der Grafen von Oettingen.
Huisheim war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Reichsstift Kaisheim. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Bis 1826 hatte die Gemeinde Ronheim zu Huisheim gehört, danach wurde sie selbständig.[4]
Eingemeindungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Gosheim samt ihren Gemeindeteilen Frühlingsmühle, Herbermühle, Kriegsstatthof, Lommersheim, Mathesmühle, Mittelmühle, Pflegermühle, Schwalbmühle, Stadelmühle und Stoffelmühle eingegliedert.[5]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Bevölkerungsentwicklung | ||||||||||||||
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Jahr | 1961[5] | 1970[5] | 1987 | 1991 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | |||||
Einwohner | 1274 | 1348 | 1448 | 1555 | 1625 | 1636 | 1659 | 1618 | 1570 |
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1483 auf 1640 um 157 Einwohner bzw. um 10,6 %.
Politik und Öffentliche Verwaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wemding.
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2014 Harald Müller (SPD); dieser ist Nachfolger von Hermann Rupprecht (SPD) und wurde am 15. März 2020 mit 96,7 % wieder gewählt.
Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Dem Gemeinderat der Amtszeit 2020–2026 gehören je drei Vertreter der CSU und der Unabhängigen Wähler Gosheim-Huisheim sowie je zwei Vertreter der SPD, der Parteifreien Wählergruppe und der Jungen Wählergemeinschaft an.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Dieses Wappen wird seit 1997 geführt.
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- Katholische Pfarrkirche St. Vitus
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Nach der amtlichen Statistik gab es am 30. Juni 2019 in der Gemeinde 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Von der Wohnbevölkerung standen 724 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit lag die Zahl der Auspendler um 624 Personen über der Zahl der Einpendler.
2016 bestanden 40 landwirtschaftliche Betriebe. Von der Gemeindeflur waren 1373 ha landwirtschaftlich genutzt, davon waren 1059 ha Ackerfläche und 314 ha Dauergrünfläche.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]2019 gab es folgende Einrichtung:
- Kindertagesstätte mit 65 Betreuungsplätzen, von denen 64 belegt waren.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- Ehrenbürger
- Walter Barsig (1932–2012), Lehrer und Gemeinderat
- Werner Schiedermair (* 1942), Ministerialbeamter
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- ↑ Genesis-Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Huisheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 2. September 2019.
- ↑ Gemeinde Huisheim, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 9. Dezember 2021.
- ↑ Genealogienetz
- ↑ a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 794 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Wappen von Huisheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte