Biphenyl-4,4′-dicarbonsäure
Strukturformel | |
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Strukturformel von Biphenyl-4,4′-dicarboxylsäure | |
Allgemeines | |
Name | Biphenyl-4,4′-dicarbonsäure |
Andere Namen |
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Summenformel | C14H10O4 |
Kurzbeschreibung |
weißes Pulver[1] |
Externe Identifikatoren/Datenbanken | |
EG-Nummer
212-328-3
ECHA-InfoCard
100.011.208
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Eigenschaften | |
Molare Masse | 242,33 g·mol −1 |
Aggregatzustand |
fest |
Schmelzpunkt | |
Sicherheitshinweise | |
H- und P-Sätze | H: 315‐319‐335 |
P: 302+352‐305+351+338 [1] |
Biphenyl-4,4′-dicarbonsäure ist ein aromatische chemische Verbindung.
Die Substanz mit der Halbstrukturformel HO2C–C6H4–C6H4–CO2H besteht aus zwei Benzolringen mit je einer in para-Stellung befindlichen Carboxygruppe (–COOH). Somit ist Biphenyl-4,4′-dicarbonsäure eine Dicarbonsäure von Biphenyl. Biphenyl-2,2′-dicarbonsäure (Diphensäure) und Biphenyl-3,3′-dicarbonsäure sind Konstitutionsisomere der Biphenyl-4,4′-dicarbonsäure.
Biphenyl-4,4′-dicarbonsäure wurde in Experimenten zu selbstorganisierende Nanostrukturen auf Calcit abgeschieden.[2]
Verwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Biphenyl-4,4′-dicarbonsäure wird als Linker für die Synthese von Metall-organischen Gerüstverbindungen eingesetzt (z. B. DUT-5 und UiO-67). In den resultierenden Gerüststrukturen ist die deprotonierte Form (Biphenyl-4,4′-dicarboxylat, BPDC) eingebaut und beide Carboxlatgruppen koordinieren an die entsprechenden Metallzentren. Biphenyl-4,4′-dicarbonsäure wird häufig als alternative zu der kürzeren Terephthalsäure eingesetzt, um die Poren der Gerüststrukturen zu vergrößern, wobei die Grundstruktur erhalten wird (isoretikuläre Expansion).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- ↑ a b c d Datenblatt Biphenyl-4,4′-dicarboxylsäure bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 11. Oktober 2020 (PDF).
- ↑ Markus Nimmrich, Philipp Rahe, Markus Kittelmann, Angelika Kühnle: Organisch geordnet - Strategien zur Herstellung funktionaler Strukturen organischer Moleküle auf dielektrischen Oberflächen (Memento vom 21. Januar 2016 im Internet Archive ). In: Physik Journal 12 (2012) S. 29.