Bahnstrecke Qom–Zahedan
Qom–Zahedan[1] [2] | |
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Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
Transiranische Eisenbahn nach Bandar-e Imam Chomeini
17
Mohammadijeh 1
Strecke quer (außer Betrieb) Kreuzung geradeaus unten (Querstrecke außer Betrieb) Abzweig ehemals quer, nach links und von links
Bahnstrecke Teheran–Isfahan
22
Mohammadijeh 3
34
Schurab
50
Firus Abad
65
Dehnar
79
Nasarabad
82
Madabad
114,5
Gas
130,1
Sorchgol
147,1
Deh Abad
17
Moqar
38
Sahamijeh
51
Sawareh
82
Schahrab
98
Sangi
115
Soheil
132
Viaduk
166
Sargol
181
Nowgonbad
199
Sijakuh
211
Sarw
227
Bisim
von Dschondaq
251
Mejbod
264
Schamsi
284
Aschk
289
Nasar Abad
326
Yazdgerd
nach Eqlid
340
Rachsch
359
Tschahkawar
377
Tabarkuh
393
Mehrdad
398
Schorakmaleki
411
Bahram-e-Gur
443
Darreh Rig
462
Kaweh
477
Mani
493
Murd
512
Siris
531
Sang
549
Golsard
567
Dschalal Abad
605
Hesami
624
Purmand
642
Soltani
Ma’dan-e-Baqin
694
Dschupar
775
Rajen
Negur
Sarwestan
Fahradsch
Betriebsbahnhof
Betriebsbahnhof
Betriebsbahnhof
Betriebsbahnhof
Betriebsbahnhof
Betriebsbahnhof
Kalateh-ye-Razzaqzadeh
Zahedan Güter- und Umladebahnhof
von Zahedan (Nordbahnhof)
|
Die Bahnstrecke Qom–Zahedan im Iran ist Bestandteil der Eisenbahnverbindung zwischen dem europäischen Eisenbahnnetz und dem des Subkontinents Indien. Die Eisenbahninfrastruktur gehört der Iranischen Staatsbahn RAI.
Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Die Eisenbahnstrecke schließt in Qom an die Transiranische Eisenbahn an, die wiederum Verbindungen in Richtung Türkei und Aserbaidschan vermittelt. An ihrem östlichen Endbahnhof, Zahedan, beginnt die Bahnstrecke Zahedan–Quetta, die nach Pakistan führt. In Bafq kreuzt sie die Nord-Süd-Eisenbahn.[4]
Technische Parameter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Die Strecke ist ungefähr 1230 km lang.[Anm. 1] Sie ist überwiegend eingleisig und wird mit Dieseltraktion betrieben. Sie wurde in der im Iran standardmäßig verwendeten Normalspur errichtet. Das erfordert für den anschließenden Verkehr östlich des Endbahnhofs Zahedan in Richtung Pakistan ein Umladen des Transportgutes, da die Bahnstrecke Zahedan–Quetta in der in Pakistan üblicherweise verwendeten Breitspur von 1676 mm errichtet wurde. Der gemeinsame Güterbahnhof in Zahedan ist für das Umladen entsprechend eingerichtet. Eine Umspuranlage zwischen beiden Strecken gibt es nicht. Reisende müssen umsteigen. Die beiden Bahnstrecken verwenden für den Personenverkehr zwei in der Stadt an unterschiedlichen Stellen gelegene Bahnhöfe.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Der Bau der Strecke wurde in zahlreichen Etappen seit den 1940er Jahren vorangetrieben. Bis die Islamische Revolution 1979 auch die Eisenbahnprojekte im Land zum Erliegen brachte, hatte die Strecke 1977 Kerman erreicht und Isfahan – noch über den Umweg über Ardakan – 1979. Dann trat eine lange Pause ein. 1997 wurde mit dem Streckenabschnitt Badrud–Sistan eine abkürzende Verbindung für Isfahan geschaffen, 2003[5] und am 17. Juni 2009[6] die beiden letzten Abschnitte bis Zahedan in Betrieb genommen.
2021 wurde eine Zweigstrecke von Yazd nach Eqlid eröffnet.[7]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Seit 2011 gibt es einen durchgehenden Schnellzug von Teheran nach Zahedan. Die Fahrzeit beträgt etwas über 24 Stunden.[8]
Anschlussprojekte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]In Zahedan ist der Anschluss einer Bahnstrecke Zahedan–Maschhad geplant[9] und einer Bahnstrecke Zahedan–Tschahbahar, 550 km, eingleisig, im Bau.[10]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- Islamic Republic of Iran Ministry of Roads and Urban Developement – Deputy for Construction & Developement of Railway, Airport and Ports: [Karte des iranischen Eisenbahnnetzes]. Stand: August 2014.
- Neil Robinson: World Rail Atlas and historical summary. Band 8: The Middle East and Caucasus. World Rail Atlas Ltd., London 2006, ISBN 954-12-0128-8.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- ↑ Für den letzten eröffneten Abschnitt, Bam–Zahedan, liegen keine Angaben über die Streckenkilometer vor, die gesamte Länge der Strecke ist deshalb eine nur ungefähre Angabe.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ]- ↑ Angaben nach Robinson, Taf. 39, 40 und Google maps: [1].
- ↑ Angaben Qom–Bam nach Robinson, Taf. 40, 43, 44.
- ↑ Angaben Bam–Zahedan nach Google maps.
- ↑ Robinson, Taf. 40, 43, 44.
- ↑ Robinson, S. 19–21.
- ↑ HaRakevet 88 (März 2010), 88:09 Other Middle-East Railways, F. Iran, (i) Closing the Gap, S. 15.
- ↑ NN: Iran launches new railway lines. In: OSJD Bulletin 4/5 (2021), S. 86.
- ↑ HaRakevet 99 (Dezember 2013), 99:08 Other Middle East Railways, F. A. Iran (iii) Traffic Developments S. 14.
- ↑ HaRakevet 95 (Dezember 2011), 95:08 Other Middle East Railways, C. Iran, (ii) New Line in the East, S. 16.
- ↑ HaRakevet 95 (Dezember 2011), 95:08 Other Middle East Railways, C. Iran, (ii) New Line in the East, S. 16; Abbas Nazari: Port of Chabahar: South-East Gate of Iran’s International Routes. In: OSJD Bulletin 1/2018, S. 6–9 (7).