Die Automobil-Weltmeisterschaft 1979 war die 30. Saison der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird. In ihrem Rahmen wurden über 15 Rennen in der Zeit vom 21. Januar 1979 bis zum 7. Oktober 1979 die Fahrerweltmeisterschaft und der Internationale Pokal der Formel-1-Konstrukteure ausgetragen.
Jody Scheckter gewann zum ersten und einzigen Mal die Fahrerweltmeisterschaft. Ferrari wurde zum sechsten Mal Konstrukteursweltmeister.
Nr.
Datum
Grand Prix (Strecke)
Distanz (km)
Sieger
Zweiter
Dritter
Pole- Position
Schnellste Rennrunde
Gesamtführender Fahrer
Gesamtführender Konstrukteur
0 1
21. Januar
Argentinien (Buenos Aires )
316,304
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Argentinien Carlos Reutemann (Lotus -Ford )
Vereinigtes Konigreich John Watson (McLaren -Ford )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Frankreich Ligier -Ford
0 2
4. Februar
Brasilien 1968 Brasilien (São Paulo )
314,960
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Frankreich Patrick Depailler (Ligier -Ford )
Argentinien Carlos Reutemann (Lotus -Ford )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
0 3
3. März
Südafrika (Midrand )
320,112
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Sudafrika 1961 Jody Scheckter (Ferrari )
Frankreich Jean-Pierre Jarier (Tyrrell -Ford )
Frankreich Jean-Pierre Jabouille (Renault )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
0 4
8. April
USA West (Long Beach )
261,705
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Sudafrika 1961 Jody Scheckter (Ferrari )
Australien Alan Jones (Williams -Ford )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Italien Ferrari
0 5
29. April
Spanien 1977 Spanien (San Sebastián de los Reyes )
255,300
Frankreich Patrick Depailler (Ligier -Ford )
Argentinien Carlos Reutemann (Lotus -Ford )
Vereinigte Staaten Mario Andretti (Lotus -Ford )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Frankreich Ligier -Ford
0 6
13. Mai
Belgien (Zolder )
298,340
Sudafrika 1961 Jody Scheckter (Ferrari )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Frankreich Didier Pironi (Tyrrell -Ford )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Italien Ferrari
0 7
27. Mai
Monaco (Monte Carlo )
251,712
Sudafrika 1961 Jody Scheckter (Ferrari )
Schweiz Clay Regazzoni (Williams -Ford )
Argentinien Carlos Reutemann (Lotus -Ford )
Sudafrika 1961 Jody Scheckter (Ferrari )
Frankreich Patrick Depailler (Ligier -Ford )
Sudafrika 1961 Jody Scheckter (Ferrari )
0 8
1. Juli
Frankreich (Prenois )
304,000
Frankreich Jean-Pierre Jabouille (Renault )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Frankreich René Arnoux (Renault )
Frankreich Jean-Pierre Jabouille (Renault )
Frankreich René Arnoux (Renault )
0 9
14. Juli
Großbritannien (Silverstone )
320,892
Schweiz Clay Regazzoni (Williams -Ford )
Frankreich René Arnoux (Renault )
Frankreich Jean-Pierre Jarier (Tyrrell -Ford )
Australien Alan Jones (Williams -Ford )
Schweiz Clay Regazzoni (Williams -Ford )
10
29. Juli
Deutschland (Hockenheim )
305,505
Australien Alan Jones (Williams -Ford )
Schweiz Clay Regazzoni (Williams -Ford )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Frankreich Jean-Pierre Jabouille (Renault )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
11
12. August
Österreich (Spielberg )
320,868
Australien Alan Jones (Williams -Ford )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Frankreich René Arnoux (Renault )
Frankreich René Arnoux (Renault )
12
26. August
Niederlande (Zandvoort )
316,950
Australien Alan Jones (Williams -Ford )
Sudafrika 1961 Jody Scheckter (Ferrari )
Frankreich Jacques Laffite (Ligier -Ford )
Frankreich René Arnoux (Renault )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
13
9. September
Italien (Monza )
290,000
Sudafrika 1961 Jody Scheckter (Ferrari )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Schweiz Clay Regazzoni (Williams -Ford )
Frankreich Jean-Pierre Jabouille (Renault )
Schweiz Clay Regazzoni (Williams -Ford )
14
30. September
Kanada (Montréal )
317,520
Australien Alan Jones (Williams -Ford )
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Schweiz Clay Regazzoni (Williams -Ford )
Australien Alan Jones (Williams -Ford )
Australien Alan Jones (Williams -Ford )
15
7. Oktober
USA Ost (Watkins Glen )
320,665
Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari )
Frankreich René Arnoux (Renault )
Frankreich Didier Pironi (Tyrrell -Ford )
Australien Alan Jones (Williams -Ford )
Brasilien 1968 Nelson Piquet (Brabham -Ford )
Der Große Preis von Argentinien im Autódromo Municipal Ciudad de Buenos Aires fand am 21. Januar 1979 statt und ging über eine Distanz von 53 Runden (316,304 km).
Der Große Preis von Brasilien auf dem Autódromo de Interlagos fand am 4. Februar 1979 statt und ging über eine Distanz von 40 Runden (314,96 km).
Der Große Preis von Südafrika auf dem Kyalami Grand Prix Circuit fand am 3. März 1979 statt und ging über eine Distanz von 78 Runden (320,112 km).
Der Große Preis der USA West auf dem Long Beach Grand Prix Circuit fand am 8. April 1979 statt und ging über eine Distanz von 80,5 Runden (261,706 km).
Der Große Preis von Spanien auf dem Circuito del Jarama fand am 29. April 1979 statt und ging über eine Distanz von 75 Runden (255,300 km).
Der Große Preis von Belgien auf dem Circuit Zolder fand am 13. Mai 1979 statt und ging über eine Distanz von 70 Runden à 4,262 km (298,34 km).
Der Große Preis von Monaco auf dem Circuit de Monaco fand am 27. Mai 1979 statt und ging über eine Distanz von 76 Runden à 3,312 km (251,712 km).
Der Große Preis von Frankreich auf dem Circuit de Dijon-Prenois fand am 1. Juli 1979 statt und ging über eine Distanz von 80 Runden (304,0 km).
Der Große Preis von Großbritannien in Silverstone fand am 14. Juli 1979 statt und ging über eine Distanz von 68 Runden (320,892 km).
Der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring fand am 29. Juli 1979 statt und ging über eine Distanz von 45 Runden (305,505 km).
Der Große Preis von Österreich auf dem Österreichring fand am 12. August 1979 statt und ging über eine Distanz von 54 Runden à 5,942 km (320,868 km).
Alan Jones beim GP der Niederlande
Der Große Preis der Niederlande auf dem Circuit Park Zandvoort fand am 26. August 1979 statt und ging über eine Distanz von 75 Runden à 4,226 km (316,95 km).
Der Große Preis von Italien in Monza fand am 9. September 1979 statt und ging über eine Distanz von 50 Runden (290 km).
Jody Scheckter stand nach dem Rennen als Fahrerweltmeister 1979 fest.
Der Große Preis von Kanada auf dem Île Notre-Dame Circuit fand am 30. September 1979 statt und ging über eine Distanz von 72 Runden (317,52 km).
Der Große Preis der USA Ost auf dem Watkins Glen International fand am 7. Oktober 1979 statt und ging über eine Distanz von 59 Runden à 5,435 km (320,665 km).
Die sechs erstplatzierten Fahrer jedes Rennens erhielten Punkte nach folgendem Schema:
Punkteverteilung
Platz
1
2
3
4
5
6
Punkte
9
6
4
3
2
1
In der Fahrerwertung wurden die besten vier Ergebnisse der ersten sieben und die besten vier der restlichen acht Rennen gewertet (in Klammern die Gesamtpunkte). In der Konstrukteurswertung wurden alle Resultate gewertet.
Legende
Farbe
Abkürzung
Bedeutung
Gold
–
Sieg
Silber
–
2. Platz
Bronze
–
3. Platz
Grün
–
Platzierung in den Punkten
Blau
–
Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett
DNF
Rennen nicht beendet (did not finish)
NC
nicht klassifiziert (not classified)
Rot
DNQ
nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ
in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz
DSQ
disqualifiziert (disqualified)
Weiß
DNS
nicht am Start (did not start)
WD
zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau
PO
nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD
Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne
DNP
nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ
verletzt oder krank (injured)
EX
ausgeschlossen (excluded)
DNA
nicht erschienen (did not arrive)
C
Rennen abgesagt (cancelled)
keine WM-Teilnahme
sonstige
P /fett
Pole-Position
1/2/3/4/5/6/7/8
Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen
SR /kursiv
Schnellste Rennrunde
*
nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
()
Streichresultate
unterstrichen
Führender in der Gesamtwertung
In Dijon gewann mit Renault erstmals ein Turbo-Motor in der Formel 1.
James Hunt trat vom aktiven Motorsport zurück.
Patrick Depailler verletzte sich beim Drachenfliegen schwer und trat daher nur bei den ersten sieben Saisonrennen an.
In Silverstone feierte das Williams -Team mit Clay Regazzoni seinen ersten GP-Sieg.
Jody Scheckter holte für Ferrari den vorerst letzten Fahrer-WM-Titel für mehr als zwei Jahrzehnte.
Niki Lauda trat zurück: „Ich habe keine Lust mehr, im Kreis zu fahren."