Wimmis

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Wimmis
Wappen von Wimmis
Staat: Schweiz  Schweiz
Kanton: Kanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Frutigen-Niedersimmental w
BFS-Nr.: 0769i1 f3 f4
Postleitzahl: 3752
UN/LOCODE: CH WMM
Koordinaten: 614900 / 168400 46.6666617.633334629Koordinaten: 46° 40′ 0′′ N, 7° 38′ 0′′ O; CH1903: 614900 / 168400
Höhe: 629 m ü. M.
Fläche: 22,3 km2
Einwohner: 2670 (31. Dezember 2023)[1]
Einwohnerdichte: 120 Einw. pro km2
Website: www.wimmis.ch
Wimmis
Wimmis
Karte
Karte von Wimmis
Karte von Wimmis
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Wimmis ist eine politische Gemeinde und war der Hauptort des Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental des Kantons Bern in der Schweiz.

Unter demselben Namen existieren neben der Einwohnergemeinde auch eine Burgergemeinde und eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde. Das Wahrzeichen von Wimmis ist das Schloss Wimmis.

Geographie

Wimmis liegt auf 629 m ü. M im Berner Oberland in den Alpen nördlich des markanten Niesen (2362 m ü. M). Hier fliessen Simme und Kander zusammen. Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Spiez, Aeschi bei Spiez, Reichenbach im Kandertal, Diemtigen und Reutigen.

Regierung

Präsident der Einwohnergemeinde ist Hans Laubscher (parteilos), als Gemeindevizepräsident amtet Markus Josi (SVP)

Gemeinderat (Stand Juni 2011):

  • Peter Schmid: Gemeinderatspräsident (SVP)
  • Beat Maurer: Finanz + Wirtschaft (parteilos)
  • Barbara Josi: Öffentliche Sicherheit (SVP)
  • Jakob Lehnherr: Bau + Planung (SVP)
  • Eduard Sulzener: Gemeindebetriebe (SP)
  • Hans Reichen: Bildung (SVP)
  • Walter Stoller: Soziales (SVP)

Geschichte

Im Jahre 994 taucht Wimmis erstmals mit dem Namen "Windmis" in einer Urkunde von Königin Bertha auf[2] . Doch schon seit der Römerzeit war die Region besiedelt. Damals nannte man die paar Hütten "Vindemias", was so viel wie "bei den Weinbergen" heisst. Tatsächlich wurden damals am Pintel Weinreben angepflanzt. Am damaligen Moossee gediehen sie wunderbar. An derselben Stelle befindet sich auch heute wieder ein kleiner Rebberg. Gleichzeitig begann auch die lange Geschichte des Schloss Wimmis. An seiner heutigen Stelle bauten die Römer einen Wachturm auf. Im Mittelalter vergrösserte man das Schloss immer wieder, Königin Bertha schenkte Wimmis eine Kirche und es entstand ein kleines Dorf mit einer Schutzmauer.

Das um 1200 von den Freiherren von Strättligen als Stadt gegründete Wimmis besass bis zum Kauf durch Bern im Jahr 1449 sein eigenes Stadtrecht.[3]

Ab 1803 wurde in Wimmis der Amtssitz des Niedersimmentals angesiedelt. Florierte einst die Landwirtschaft im Dorf am Niesen, so wurde es im 20. Jahrhundert immer mehr zum lebendigen, kompakten Dorf. 1911 gelangte Wimmis wegen des Simmenfluhbrandes in die nationalen Schlagzeilen. Aufgrund der Weltkriege wurde 1917 die Eidgenössische Pulverfabrik (Heute 'Nitrochemie') in Wimmis erbaut. In den Vierzigerjahren entstand zudem eine grosse Festung in der Burgfluh.

Wimmis 1783, Gemälde von Johann Ludwig Aberli
Alte Dorfstrasse

Sehenswürdigkeiten

Ein Bergwaldlehrpfad und ein Dorfmuseum (Expo Vindemias) sind am entstehen.

Persönlichkeiten

Commons: Wimmis  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024
  2. wimmis.ch: Dorfgeschichte , Zugriff am 10. November 2009
  3. Daniel Gutscher, Barbara Studer: Gegner am Rande: Kleinstadtründungen. In: Rainer C. Schwinges et al. (Hrsg.): Berns mutige Zeit. Das 13. und 14. Jahrhundert neu entdeckt. Schulverlag blmv AG/Stämpfli Verlag AG, Bern 2003, ISBN 3-292-00030-0/ISBN 3-7272-1272-1, S. 189
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