Zarth (Adelsgeschlecht)
Zarth, auch Zarthen war der Name eines erloschenen pommerschen Adelsgeschlechts.
Geschichte
Das Geschlecht wurde zuerst mit Kurt Czarten im Jahre 1528 urkundlich genannt. Ein Siegel von ihm, welches das Stammwappen zeigt, ist dokumentiert.
Der Güterbesitz der Familie befand sich in Pommern, überwiegend im Einzugsgebiet des hinterpommerschen Kreises Fürstenthum. Dazu gehörten Dubbertech, Goldbeck, Alt und Neu Griebnitz, Kahlberg, Priddargen, Repkow, Sassenburg, Schulzenhagen und Stepen. Hinzu kam Wurchow im Kreis Neustettin. In Pommerellen besaßen sie zudem im 17. Jahrhundert Eversfelde bei Schlochow. Zum Ende des 18. Jahrhundert war kein Grundbesitz in Pommern mehr bekannt.
Noch in der 2. Hälfte des 18. Jahrhundert standen einige Söhne der Familie als Offiziere in der preußischen Armee.
Noch 1789 ließ Philipp von Zarth in Königsberg eine Tochter Flora taufen, welche 1810 den königlich preußischen Premierleutnant a.D. und Erbherrn auf Budow, Otto Wilhelm Leopold von Zitzewitz heiratete.[1]
Spätere Nachrichten vom Geschlecht fehlen, vermutlich hat es zu Beginn des 19. Jahrhundert seinen Ausgang gefunden.
Wappen
Das Stammwappen zeigt in Silber zwei schwarze Adlerflügel, dazwischen auf einem Langehaken oder Zepter eine goldene Krone. Auf dem Helm mit silbernen und schwarzen Decken die Adlerflügel.
Literatur
- Julius Theodor Bagmihl: Pommersches Wappenbuch. Band 5, Stettin 1855, S. 108 und Tafel L
- Robert Klempin und Gustav Kratz (Hrsg.): Matrikeln und Verzeichnisse der pommerschen Ritterschaft vom XIV. bis in das XIX. Jahrhundert. Berlin 1863, S. 201, 214, 288, 327, 340, 341, 361
- Leopold von Ledebur: Adelslexikon der preußischen Monarchie. Band 3, Berlin 1858, S. 158 u. S. 361
Weblinks
- Wappen der Zarth in Siebmachers Wappenbuch von 1701, Band 5, Tafel 167
Einzelnachweise
- ↑ Wedig von Zitzewitz: Geschichte der ersten und zweiten Linie des Geschlechts von Zitzewitz (1313-1926). Nach dem hinterlassenen Manuskript des verstorbenen Generalleutnants Wedig von Zitzewitz, aus dem Hause Budow. Stettin: Herrcke & Lebeling, 1927, StNr. 385