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Die [http://www.btu.bg/en/homeen.html Prof.-Assen-Zlatarov-Universität] wurde am 6. Oktober 1963 eingeweiht.
Die [http://www.btu.bg/en/homeen.html Prof.-Assen-Zlatarov-Universität] wurde am 6. Oktober 1963 eingeweiht.
Die [http://www.bfu.bg Freie Universität zu Burgas] wurde 1990 gegründet.
Die [http://www.bfu.bg(追記) /English/index.html (追記ここまで) Freie Universität zu Burgas] wurde 1990 gegründet.


== Wirtschaft und Infrastruktur ==
== Wirtschaft und Infrastruktur ==

Version vom 23. Dezember 2006, 04:15 Uhr

Burgas (Бургас)
Basisdaten
Staat: Bulgarien  Bulgarien
Oblast: Burgas
Einwohner: 275 (14. März 2006)
Koordinaten: 42° 31′ N, 27° 28′ O 42.5127.4730 keine Zahl: 275.348Koordinaten: 42° 30′ 36′′ N, 27° 28′ 12′′ O
Höhe: 30 m
Postleitzahl: 8000
Telefonvorwahl: (+359) 056
Kfz-Kennzeichen: A
Verwaltung
Bürgermeister: Joan Kostadinow

Burgas (bulgar. Бургас, türkisch Burgaz) ist mit 289.529 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2004) die viertgrößte Stadt Bulgariens. Sie ist in der Bucht von Burgas gelegen und umgeben vom Schwarzen Meer und drei Seen, dem Burgassee, dem Mandrasee und dem See Atanasovsko. Als Industrie- und Hafenstadt ist sie Mittelpunkt des wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben des Gebietes. Sie besitzt ein Schauspielhaus, Theater, Opernhaus, Philharmonie, Kunstgalerien, Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitute.

Geschichte

Burgas entstand aus der römischen Siedlung Deultum, die von Vespasian im 1. Jahrhundert n. Chr. als Kolonie für militärische Veteranen gegründet wurde. Die heutige Stadt hat sich über das Gebiet dreier weiterer Siedlungen Kastiacion, Skafida und Rossokastron ausgedehnt.

Im 17. Jahrhundert, als sich die Siedlung auf das heutige Stadtgebiet ausbreitete, trug sie den Namen Ahelo-Burgas, Pirgos oder Burgos und war ein kleines Fischerdorf. Die Bevölkerung erwarb sich den Unterhalt vorwiegend durch Fischerei und Getreideanbau. Von der in der Umgebung liegenden türkischen Festung Pirgos (aus dem gr. Pirgos - Burg, Festung) erhielt Burgas den Namen.

Am 6. Februar 1878 endete die Herrschaft des Osmanischen Reiches über die Stadt. Zu diesem Zeitpunkt zählte Burgas 3.000 Einwohner, es entwickelte sich erst ab dem späten 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum. Die Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Plowdiw 1890 und des Hafens 1903 bildeten wichtige Etappen dieses Aufschwungs. In neuerer Zeit siedelten sich mehrere Konzerne der Öl- und Chemiebranche in Burgas an, in der Nähe der Stadt gibt es außerdem große Salz- und Eisenminen.

Universitäten

Die Prof.-Assen-Zlatarov-Universität wurde am 6. Oktober 1963 eingeweiht. Die Freie Universität zu Burgas wurde 1990 gegründet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Heute zählt Burgas zu den wichtigsten Wirtschafts- und Tourismusstandorten Bulgariens. Die Stadt liegt am Pan-europäischen Korridor Nr. 8, besitzt eine gut ausgebaute Infrastruktur und mit Port Burgas den größten Hafen des Landes. Dies und gute Bahn- und Straßenanbindungen sowie auch der drittgrößte internationale Flughafen Bulgariens sind Vorteile, die große Unternehmen wie LUKoil Neftochim, Elkabel, Festa Holding, Marie-Bentz etc. nutzen. Die Region um Burgas ist hochindustrialisiert. Landwirtschaft (u.a. Wein- und Getreideanbau), Tourismus und Transportwesen ergänzen die Ökonomie. Zur gut funktionierenden Infrastuktur trägt auch der Internationale Flughafen von Burgas bei, der sich nördlich der Stadt befindet. Die Freie Handelszone (Free Trade Zone) ist die einzige in Bulgarien und bietet ein natürliches Spungbrett zu den Märkten in der Schwarzmeer-Region und Asien.

Schulen und Einrichtungen

In Burgas existieren alle Schultypen Bulgariens. Zu den wichtigsten Bildungseinrichtungen zählen: Das Gymnasium für Naturwissenschaften und Mathematik, das Gymnasium "Die Heiligen Brüder Kyrill und Method", das Goethe-Gymnasium (ein mit Lehrern aus Deutschland gefördertes Gymnasium mit verstärktem Deutschunterricht - s. auch www.dasan.de/burgas), das englischsprachige Gymnasium "Geo Milev", Wirtschaftsgymnasium, ein Technikum für Architektur, eins für Mechanik, eine Seemansschule etc..

Kultur

Die Stadt ist berühmt für ihr Kulturangebot. Zahlreiche Galerien, u.a. die städtische Kunstgalerie "Petko Sadgorski" (befindet sich in dem Gebäude der ehemaligen Synagoge), die Galerie "Nesi", die Galerie "Burgas", Galerie "Eti" und viele mehr bieten Ausstellungfläche für nationale und internationale Künstler.

Das Opernhaus befindet sich im Stadtkern und ist leicht zu erreichen. Die Stadt Burgas verfügt über eine große Anzahl von Museen:

  • das Archäologische Museum
  • das Historische Museum
  • das Ethnographische Museum und
  • das Naturwissenschaftliche Museum.

Informationen auf Englisch ueber das aktuelle Kulturangebot, Ausstellungen, Kino- und Theaterprogramme sind auf Programata.bg zu finden.

Nachtleben

Besonders im Sommer sind die burgaser Bars, Kneipen, Diskos und Restaurants voll.


Ökologie

Obwohl Burgas eine Wirtschafts- und Tourismusmetropole ist, oder genau deswegen, wird in der Region größten Wert auf den Erhalt der Natur gelegt. In der Region gibt es viele Naturreservate, Schutzgebiete und Grünen Zonen, wo der Mensch die hiesige Flora und Fauna entdecken kann. Ein schönes Beispiel ist der Atanasovsko See. Dort brüten in aller Ruhe Pelikane.

Burgasbär

Der Sage nach soll in der Umgebung von Burgas eine Bärenart namens Burgasbär leben.[1]

Bulgarischen Medienberichten zufolge kam es in jüngster Zeit (letztmalig im August 2005) im Großraum des Schwarzen Meeres zum vereinzelten Aufeinandertreffen von Mensch und Burgasbär. Wanderer in der seenreichen Region um Burgas (Burgassee, Atanasovsko-See und Mandrasee) berichteten von unmittelbarem Sichtkontakt mit dem Burgasbären.

Der letzte zweifellos existierende Bär in der Region von Burgas wurde am 24. September 1874 von einheimischen Jägern in einem Waldgebiet nahe Burgas erlegt.[2]

Quellen

  1. Jordan Jowkow: Balkanlegenden (Übersetzung aus dem Bulgarischen). Berlin 1959, S. 147f.
  2. Kurt Floericke: Bulgarien und die Bulgaren, Stuttgart o.J. (um 1915), S. 75
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