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Kurzpässe Ballack stänkert gegen Lahm, Spielabsage in Liga zwei

Michael Ballack vermisst bei der Kapitänsfrage im Nationalteam Respekt bei Philipp Lahm. Außerdem: Die Partie Aue gegen FSV Frankfurt wurde wegen starker Schneefälle abgesagt. Fortuna Düsseldorf bekommt ein neues Stadion - für drei Spiele.

Bayer-Star Ballack: "So etwas macht man nicht"

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa
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Hamburg - Mittelfeldspieler Michael Ballack hat seine Kritik in der Kapitänsfrage der Nationalmannschaft erneuert. Negativ äußerte sich der 34-Jährige vor allem zu WM-Spielführer Philipp Lahm. "Ich bleibe dabei: So etwas macht man nicht. Diese Sache hat etwas mit Respekt gegenüber dem Kapitän zu tun." Die Frage öffentlich und zu diesem Zeitpunkt zu thematisieren, sei falsch gewesen, sagte Ballack dem "Express". Seine Aussagen beziehen sich auf die WM in Südafrika. Dort hatte Lahm unmittelbar vor dem Halbfinale der deutschen Nationalelf gegen Spanien (0:1) gesagt, er wolle die Kapitänsbinde auch nach der WM nicht mehr an Ballack zurückgeben.

Ballack hatte das Turnier verletzungsbedingt verpasst. Erst unmittelbar vor Beginn der EM-Qualifikation im September hatte sich Bundestrainer Joachim Löw für Ballack als Spielführer und Lahm als Stellvertreter entschieden. Dass Löw sich so lange Zeit ließ, stört Ballack noch immer: "Wenn er das drei Monate früher gemacht hätte, wären uns unnötige Diskussionen erspart geblieben. Ich war verletzt, ich konnte nichts ausrichten." Lahm reagierte gelassen auf die Äußerungen: "Jetzt ist alles geklärt. Er ist der Kapitän der Nationalmannschaft und ich bin sein Stellvertreter." Er habe damals nach Gefühl gehandelt. "Es ist so viel Zeit jetzt dazwischen und alles geklärt. Darauf sollte man es auch beruhen lassen", sagte der Münchner.

Die zweite Liga hat ihre erste Spielabsage dieser Saison. Wegen des anhaltenden heftigen Schneefalls ist die Partie des FC Erzgebirge Aue am Freitag gegen den FSV Frankfurt abgesagt worden. Das teilte die Deutsche Fußball Liga nach einer Begehung durch die Platzkommission mit. Damit finden am Freitag nur die Partien des Tabellenletzten Bielefeld gegen Aachen und Duisburg gegen Bochum (beide 18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) statt. Ein neuer Termin für die Partie steht noch nicht fest.

Italiens Erstligist Sampdoria Genua muss Stürmer Antonio Cassano wieder einstellen. Das entschied am Donnerstag ein Schiedsgericht. Cassano, der einen Vertrag bis Juni 2013 besitzt, war nach einer heftigen verbalen Auseinandersetzung mit Club-Präsident Riccardo Garrone suspendiert worden. Genua wollte die sofortige Auflösung des Kontraktes. Medienberichten zufolge muss der Club nun vom 1. Januar an bis zum Vertragsende die Hälfte des ursprünglichen Gehalts an Cassano überweisen. Der 28-Jährige soll bisher 2,8 Millionen Euro netto pro Saison verdient haben.

Genuas Ligakonkurrent AC Mailand will dagegen einen Stürmer behalten. Milan möchte dem verletzten Torjäger Filippo Inzaghi einen neuen Vertrag geben. Voraussetzung dafür ist allerdings die vollständige Genesung des 37-Jährigen, sagte Milan-Geschäftsführer Adriano Galliani. Inzaghi, dessen Vertrag beim Tabellenführer der Serie A im Juni 2011 ausläuft, wird nach einem Kreuzbandriss sowie einem Meniskusschaden im linken Knie voraussichtlich bis Ende der laufenden Spielzeit fehlen.

Neue Hoffnung für den FC Bologna: Der italienische Erstligist, dem vor zwei Wochen wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten ein Punkt abgezogen worden war, ist vom Unternehmer Massimo Zanetti erworben worden. Zanetti übernahm von Vereinschef Sergio Porcedda das 100-prozentige Aktienpaket, wie italienische Medien am Donnerstag übereinstimmend berichteten. Porcedda und Geschäftsführer Silvino Marras waren vor 14 Tagen mit einer Sperre von sechs Monaten belegt worden, da der Club von Mai bis Juni Steuern nicht korrekt bezahlt hat. Nach 16 Spieltagen belegt Bologna mit 19 Punkten Platz 14 in der Serie A.

Zweitligist Fortuna Düsseldorf wird seine letzten drei Heimspiele der Saison 2010/2011 in einem provisorischen Stadion austragen, das extra für diese Begegnungen gebaut wird. Betroffen sind die Partien gegen Union Berlin (30. Spieltag), Bielefeld (31.) und Aachen (33.). Am Donnerstag stimmte die Deutsche Fußball Liga den Umzugsplänen zu, die wegen des European Song Contest in der Heimspielstätte der Fortuna notwendig geworden waren. Das provisorische Stadion soll 20.000 Zuschauer fassen und nach den Partien komplett abgebaut werden. Der Baubeginn ist für Mitte Januar vorgesehen. Über die Kosten wurde zunächst nichts bekannt.

Bundesligist Werder Bremen muss beim letzten Hinrundenspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Stürmer Claudio Pizarro verzichten. Der Peruaner klagt über muskuläre Probleme. Dagegen kann Marko Arnautovic gegen Lautern wieder spielen.

1899 Hoffenheim muss in seiner letzten Hinrundenpartie am Samstag beim VfL Wolfsburg ohne Tobias Weis auskommen. Der Mittelfeldspieler hat Probleme mit seiner Oberschenkelmuskulatur. Wolfsburg kann dagegen wieder auf Innenverteidiger Simon Kjaer zurückgreifen. Der Däne hat seine Rückenprobleme auskuriert und soll gegen Hoffenheim von Beginn an spielen.

ulz/sid/dpa
[画像:Bayer-Star Ballack: "So etwas macht man nicht"] [画像:Bayer-Star Ballack: "So etwas macht man nicht"]

Bayer-Star Ballack: "So etwas macht man nicht"

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa

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