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Summen von endlich vielen reellen Zahlen nennt man im Unterschied zu den
noch zu behandelnden unendlichen Reihen auch endliche Summen oder
endliche Reihen.
Summen werden mit Hilfe des Summenzeichens abgekürzt:
Bezeichnung 1.2.1 (Summenzeichen)
- Es seien
$ m,n\in\mathbb{Z}$ und $ m<n$.
Wir schreiben die Summe der Zahlen
$ a_m, a_{m+1},\dots,a_n\in\mathbb{R}$
mit dem Summenzeichen:
- Man nennt
$ m$
untere Summationsgrenze
$ n$
obere Summationsgrenze,
$ k$
Laufindex oder Summationsindex,
$ a_k$
Summand.
Die Anzahl der Summanden ist $ n-m+1$.
- Eine formale Erweiterung des Summenzeichens ist die leere Summe:
Eine Summe bei der der obere Summationsindex kleiner als der
untere Summationsindex ist, heißt leere Summe.
Die leere Summen wird als 0 definiert.
Bei der leeren Summe wird nichts addiert, die formalen Summanden müssen
nicht einmal definiert sein.
Ein Beispiel einer leeren Summe ist
Beispiele 1.2.2 (Summenzeichen)
Feststellung 1.2.3 (Rechenregeln für endliche Summen)
- Auf die Bezeichnung des Index kommt es nicht an:
- Verschiebung des Laufindex:
Die Summationsgrenzen müssen entgegengesetzt verschoben werden.
- Das Assoziativgesetz gilt:
Wenn
$ l,m,n\in\mathbb{Z}$ und $ l<m<n$ ist so gilt
Beachte, das Summenzeichen bindet stärker als das `$ +$'-Zeichen.
- Das Kommutativgesetz gilt:
Bei einer Umordnung (Permutation) der Summanden ändert sich der
Wert der Summe nicht.
- Beispiel: umgekehrte Reihenfolge der Summanden:
- Beispiel: Summen mit gleichen Summationsgrenzen kann man unter einem
Summenzeichen zusammenfassen:
- Beispiel: Bei Doppelsummen kann man die Summationsreihenfolge vertauschen:
Man ordne die Summanden in einem Rechteck an:
Man kann nun entweder zuerst die Zeilensummen bilden und diese aufaddieren
oder
mit den Spaltensummen beginnen.
Auf beiden Wegen erhält man die Summe aller Einträge.
- Das Distributivgesetz gilt:
- Beispiel: Für das Produkt zweier Summen gilt:
Man kann also auf die Klammern auf der linken Seite verzichten.
Produkte werden mit Hilfe des Produktzeichens abgekürzt:
Bezeichnung 1.2.4 (Produktzeichen)
- Es seien
$ m,n\in\mathbb{N}$ und $ m\leq n$.
Wir schreiben das Produkt der Zahlen
$ a_m, a_{m+1},\dots,a_n\in\mathbb{R}$
mit dem Produktzeichen:
- Ein Produktzeichen, bei dem die obere Grenze kleiner als die untere Grenze
ist, heißt leeres Produkt.
Das leere Produkt wird als $ 1$ definiert.
Bemerkungen und Beispiele 1.2.5 (Produktzeichen)
- Auf die Bezeichnung des Index kommt es nicht an; es ist:
- Der Laufindex läßt sich transformieren:
Die Grenzen müssen entsprechend transformiert werden.
- Das Produkt ist assoziativ und die Reihenfolge der Faktoren kann
beliebig permutiert werden.
- Beispiel eines leeren Produktes:
- Für
$ n\in\mathbb{N}_0,ドル
$ a \in \mathbb{R}$ gilt
Für $ n<0$ stimmt dies nicht!
- Das Produkt der Zahlen
$ 1,2,\dots,n\in\mathbb{N}$ nennt man Fakultät von $ n$ und bezeichnet es mit $ n!$.
Man setzt $ 0! := 1$. Sprich: $ n$-Fakultät.
Es gilt für
$ n\in\mathbb{N}_0$:
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Analysis1-A.Lambert
2001年02月09日