In der aus seiner Habilitation hervorgegangenen Studie „Die Erfindung des moralischen Konsumenten" zeichnet Benjamin Möckel ebenso tiefgreifend wie differenziert und umsichtig nach, wie Konsum in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien ein Mittel der Kommunikation von politischen, moralischen und ökologischen Überzeugungen wurde.
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Im Jahr 1926 vermählte sich der faschistische Parteifunktionär Attilio Teruzzi mit der jüdisch-amerikanischen Opernsängerin Liliana Weinman. An der pompös gefeierten Hochzeit nahmen auch Mussolini und andere prominente Faschisten teil. Das Titelfoto der deutschsprachigen Ausgabe von „Der perfekte Faschist" zeigt Teruzzi ein Jahr später mit seiner Ehefrau und deren Eltern, nunmehr als Gouverneur im lybischen Bengasi.
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Die zu besprechende Studie wurde mit Spannung erwartet und hat ihre Wirkung nicht verfehlt, auch weil das Bundespräsidialamt die Ergebnisse sehr offensiv in die Öffentlichkeit brachte. So wurde vom Autor, dem Jenaer Zeithistoriker Norbert Frei, extra für das Amt eine destillierte Zusammenstellung der Ergebnisse erarbeitet.[1] Zahlreiche Buchvorstellungen, Medienformate und Besprechungen haben dem Werk einiges an Aufmerksamkeit eingebracht.
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Buchrezensionen/
Though there has been intense research into the Holocaust in Poland over the last three decades, new approaches to the Nazi occupation overall remain highly welcome. According to editors Jonathan Huener and Andrea Löw, the articles in this ninth volume of "Vermont Studies on Nazi Germany and the Holocaust" explore relatively uncharted topics, sources, and perspectives in this area (p.
[weiterlesen...]Was haben SA-Märsche und Ostermärsche gemeinsam? Sie lassen sich als Formen politischer Performanz beschreiben. Doch darüber hinaus? Die Herausgeber:innen des Sammelbandes „Märsche der Moderne" bemühen sich in der Einleitung redlich, weiterzugehen und aus den modernen Märschen ein eigenes Gegenstandsfeld zu machen.
[weiterlesen...]Die Differenzen im jeweiligen Kalender der christlichen Kirchen in Ost und West sind schon längst bekannt. Auch Nicht-Spezialisten haben möglicherweise mitbekommen, dass in Russland Weihnachten am 7. Januar und nicht am 25. Dezember gefeiert wird. Vielleicht wissen sie auch, dass der Ostertermin in Ost und West in der Regel unterschiedlich ist, obwohl es 2025 ein gemeinsames Osterdatum für beide Teile der Christenheit geben wird.
[weiterlesen...]Die Frühe Neuzeit und insbesondere das 18. Jahrhundert gilt in der historischen Mobilitätsforschung unlängst als eine Zeit der gesteigerten geographischen Mobilität.[1] Zugleich war das Reisen mehr denn je staatlichen Reglementierungen und Kontrollmechanismen unterworfen, die im revolutionären Frankreich etwa zur Einführung von Reisepässen und der Ausweispflicht führten.[2] Für außereuropäische Reisende bestand damit die Herausforderung, sich über Sprachgrenzen hinweg durch unterschiedliche Normen, Protokolle und Mobilitätspolitiken sicher ans Ziel zu navigieren.
[weiterlesen...]Termine/
56th Basel Renaisssance Colloquium;
with Stephen Bowd (Edinburgh), Allison Stielau (London), Catherine Fletcher (Manchester)
The third annual conference of the DFG Research Training Group "Documentary Practices: Excess and Privation" which will take place from 8 to 10 May 2025 at the Kunstmuseum Bochum represents both the conclusion and the imminent disbanding of a research context that has grown for nine years.
[weiterlesen...]Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. In der öffentlichen Vortragsreihe werden die Erfahrungen während des Krieges und der Besatzung wie die Erwartungen nach dem Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in ihrer Vielfalt wie Widersprüchlichkeit vorgestellt und reflektiert.
[weiterlesen...]Die Vortragsreihe beschäftigt sich mit der Frage nach der Rolle von Sexualität als Erfahrungsraum wie als Normengefüge für das Aufwachsen von Jugendlichen sowie für die Lebensweise junger Erwachsener in historischer Perspektive. Dabei werden Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Transformationsprozessen und den sich wandelnden Diskursen über Sexualität und Praxen sexueller Erziehung zwischen 1870 und 1930 in den Blick genommen.
[weiterlesen...]Ausstellungsrezensionen/
Das Landesmuseum Zürich zeigt eine kleine, feine Wechselausstellung mit dem Titel „Konsumwelten. Alltägliches im Fokus". Sie wurde kurz vor Weihnachten eröffnet und ist bis zum 21. April 2025 zu sehen. Die Ausstellungsmacher rund um Kurator Aaron Estermann und Szenograf Ralph Nicotera richten den Blick auf Orte und Praktiken des alltäglichen Konsums mit seinen sozialen, ökonomischen, kulturellen und ökologischen Implikationen.
[weiterlesen...]Eine neue Dauerausstellung sollte Grund zum Feiern sein: Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge hat am 8. November 2024 sein offenes Depot am Standort in der Leipziger Straße 54 in Berlin-Mitte neueröffnet. Über den Reden zu diesem Anlass schwebte bereits das Damoklesschwert der angekündigten Haushaltskürzungen, die für das Museum derart drastisch auszufallen drohen, dass die Freude über den gelungenen Umzug schnell gedämpft wurde.
[weiterlesen...]Tagungsberichte/
Zeitschriften/
In der März-Ausgabe der Kunstchronik flanieren wir – bewegt von ökokritischen Überlegungen – durch frühneuzeitliche Gärten, begegnen der einen oder anderen Bernini-Statue, fragen uns, ob Carol Rama wirklich so rebellisch war, und lernen Madame de Pompadour von einer ganz anderen Seite kennen.
[weiterlesen...]Dear Colleagues,
The latest issue of Ab Imperio 4/2024 is now available at https://muse.jhu.edu/issue/54381.
The issue features a thematic block discussing the key historical term denoting otherness in the Russian language – "alien people" (inorodtsy) – along the way addressing the historical semantics of "aborigines" or "natives" (tuzemtsy).
[weiterlesen...]Katharina Sykora (Hg.)
Foto-Diven
Glamour, Kult und Inszenierung
Die „Frisur, die verführerische Pose des Kopfes und die zwölf Wimpern rechts und links – alle von der Kamera gewissenhaft aufgezählten Details sitzen richtig im Raum, eine lückenlose Erscheinung. Jeder erkennt sie entzückt, denn jeder hat das Original schon auf der Leinwand gesehen." So beschreibt der Fototheoretiker Siegfried Kracauer die Diva.
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